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Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Januar 2010

“Im Social Web nichts Neues” könnte die Überschrift für die Analyse der Nutzerzahlen der wichtigsten deutschen Sozialen Netzwerke im Januar 2010 heißen. Stimmt im Prinzip auch – trotzdem lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen um Aufschluss über interessante Trends zu erhalten.

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPAS HEADING GmbH: "20 Millionen Nutzer bei Facebook sind auf Sicht möglich."

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH: "20 Millionen deutsche Nutzer bei Facebook in absehbarer Zeit locker erreichbar."

Los geht es mit dem ganz klaren Champion Facebook.com. 13 Millionen unterschiedliche deutsche Nutzer meldeten sich im Januar auf dessen Seiten an. Selbst wenn diese Zahl nicht zu 100% die tatsächlichen Personen wiedergibt (dies gilt aber für alle anderen Netzwerke proportional ebenso), so stellt dieser Wert einiges dar. Denn die Online-Reichweite in Deutschland liegt mit ca. 21% weit unter dem globalen Wert (31%) und ist z.B. in Frankreich sogar doppelt so hoch wie bei uns. D.h. hier ist noch richtig Luft und die kleine Verschnaufpause beim Nutzerzuwachs im Herbst 2009 ist offensichtlich Makulatur. 20 Millionen deutsche Nutzer scheinen damit zukünftig locker erreichbar, bei Zuwachsraten von 10 – 20% pro Monat sogar in absehbarer Zeit. Die VZ-Gruppe (StudiVZ, SchuelerVZ, MeinVZ – Zahlen siehe unten) wird nicht mehr lange insgesamt mehr Nutzer haben als Facebook. Weltweit werden sogar fast eine halbe Milliarde Nutzer gezählt, was Facebook definitiv zu einem Phänomen macht, dessen Einfluss kaum noch fassbar ist.

Für den deutschen Markt ist das teils regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Netzwerk wer-kennt-wen.de die klare Nummer 2. Auch hier gibt es nach wie vor ein starkes monatliches Wachstum (+10%), was durch die sehr tiefe Penetration im Südwesten der Republik (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sowie entsprechende Potentiale im Norden und Osten gefördert wird. Allerdings sind hier die Seitenabrufe und absoluten Zugriffe rückläufig, was kein schlechtes Zeichen sein muss, in der Regel aber eines ist. Mit 6,7 Millionen Nutzern schafft wkw es immerhin ebenfalls die einzelnen VZ-Netzwerke klar hinter sich zu lassen. Zu vermuten ist, dass hier andere soziale Schichten agieren als in Facebook und StudiVZ, wo derzeit noch starke Strukturen aus Studenten und Gymnasiasten zu orten sind. Damit könnt sich wkw dauerhaft gegen Konkurrent Facebook (und die VZ-Portale sowieso) wehren und seinen Marktanteil halten.

Nummer 3 ist die Schulfreunde-Plattform stayfriends.de, die allerdings deutlich gegenüber dem Vormonat verliert und auch 5,6 Millionen Nutzer kommt. Damit scheint die Spitze mit 6 Millionen Nutzern im Monat Dezember tatsächlich Gründe in einem Marketing-Push gehabt zu haben. Hier sind Seitenabrufe und absolute Zugriffe ebenfalls rückläufig, so dass die weitere Entwicklung der Plattform kritisch zu betrachten ist.

Gleichauf mit dem Platz 3 liegt schuelerVZ.net, das zumindest seine Nutzerzahlen konstant bei 5,6 Millionen halten kann. Alle anderen Werte zeigen nach unten. Interessant ist lediglich die hohe Anzahl von weiblichen Nutzern, die mit ca. 60% deutlich über dem Schnitt der anderen Plattformen liegt .

Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke (3 Monate)
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke (3 Monate)

Übel wird es auf Platz 5, wo der einstige Star der Communities, studiVZ.net 10% gegenüber dem Dezember an Nutzerzahlen verliert und nur noch 5 Millionen Nutzer erreicht. Starke Einbrüche bei den Seitenabrufen (- 30%) lassen vermuten, dass Konkurrent Facebook hier bei Fremd gehenden Nutzern aus dem Vollen schöpft. Die schlechte PR der letzten Monate tut wahrscheinlich ihr übriges, so dass wirklich offen ist, welche Rettungsmaßnahmen sich die Nachfolger von Markus Berger-de Leon wohl einfallen lassen werden.

Stagniert wird bei meinVZ.net und mySpace.com, die beide 3,8 Millionen Nutzer erreichen. Während Schwindsucht-Patient MySpace immerhin die weltweiten Seitenabrufe wieder etwas ausbauen kann, gehts bei MeinVZ analog zu den beiden Schwesterportalen auch hier abwärts.

Freude dürfte es beim Business-Netzwerk XING.com geben. Nicht nur, dass Mitte Februar eine intensive Marketing-Kampagne für neue Kunden sorgen soll – auch bereits im Januar konnte wieder ein Wachstum um die 10% und damit erstmals auf über 3 Millionen Nutzer verbucht werden. Um so beruhigender da Konkurrent linkedIn.com in Deutschland weiter bei 800.000 Nutzern stagniert, auch wenn die weltweite Basis deutlich ausgebaut werden konnte (von 38 auf 42 Millionen Nutzer).

Nachrichtendienst twitter.com schafft in Deutschland auch endlich mal wieder einen Sprung von 20% auf 2,9 Millionen Nutzer, was relativ gesehen sogar mehr ist als im weltweiten Vergleich (von 74 auf 82 Millionen). In Deutschland lassen die Seitenabrufe und absoluten Besuche etwas nach, international gehts aber aufwärts. Angesichts neuer Hypes (einer davon ist der Lokalisierungs-Dienst foursquare.de, der weltweit bereits 1,2 Millionen Nutzer hat), bleibt abzuwarten, wie es hier strategisch weiter geht.

Alle Werte der Analyse, die auf Daten von Google basieren, gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.

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Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im Dezember

Die leichte Delle bei der Nutzung Sozialer Netzwerke aus dem November hat sich im Dezember etwas ausgeglichen, die grundsätzlichen Trends setzen sich aber weiterhin fort:

Marktführer Facebook hat die ungewohnte Phase der Stagnation überwunden und schwingt sich auf 11 Millionen einzeln gezählte Nutzer in Deutschland (+10% gegenüber dem Vormonat).

Die VZ-Gruppe schaffte eine leichte Erholung und kommt nach Monaten erstmals wieder auf ein kleines Plus von knapp 3% (15,3 zu 14,9 Millionen Nutzern). Insgesamt dürfte es in 2010 aber wohl leider weiter abwärts gehen.

Wer-kennt-wen stagniert bei 6,1 Mio. Nutzern - ebenso wie Twitter, dessen Nutzerzahlen seit Monaten bei 2,4 Mio. festgenagelt scheinen. MySpace rutscht weiter ab auf 3,8 Mio. Nutzer und kommt somit der Bedeutungslosigkeit einen weiteren Schritt entgegen.

Völlig gegen diese Trends läuft nur stayfriends mit einem Anstieg von 17%, was diese Plattform gemeinsam mit Wer-kennt-wen nun nach Facebook zur Nummer 2 in Deutschland macht…

Bei den Business-Netzwerken dümpelt LinkedIn mit 0,8 Millionen Nutzern weiter vor sich hin, während XING (u.a. ausgelöst durch recht intensive Online-Kampagnen) 12% auf 2,9 Millionen Nutzer zulegt.

Hinweis: Alle dargestellten Daten entstammen internen Analysen von Google. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer dürfte für alle Plattformen proportional geringer sein, da Zugriffe von verschiedenen Orten (Büro / Heim-PC) durch identische Nutzer ggf. doppelt gezählt werden.

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Unternehmen benötigen Social Web Policy

Deutsche Firmen unterschätzen die Notwendigkeit, ihre Mitarbeiter mittels konkreter Richtlinien für die Nutzung Sozialer Netzwerke (Social Web Policy) zu sensibilisieren. Meist wird erst dann (und mit für beide Seiten unerfreulichen Sanktionen) reagiert, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. In der Regel werden negative Fälle durch die geschädigte Unternehmung aber tatsächlich erst gar nicht registriert.

Akuter Handlungsbedarf besteht für Firmen derzeit in drei Feldern:

1. Nutzung Sozialer Netzwerke während der Arbeitszeit
Viele Unternehmen haben auch im Jahr 2010 die private Internet-Nutzung für ihre Mitarbeiter immer noch nicht verbindlich reglementiert. Das weite Feld der Sozialen Netzwerke und ihrer Potentiale verschärft dieses Thema dabei noch extrem. Diese neue Generation der Internet-Nutzung bietet fast unüberschaubare Risiken in der Vernichtung von Arbeitszeit, dem Angriff von Externen auf Unternehmensdaten und -Sicherheit sowie weit reichende Haftungsfragen.

2. Weitergabe von Informationen und persönlichen Kommentaren
Das Internet vergisst nichts – diese alte Regel ist den meisten Nutzer offensichtlich immer noch nicht geläufig. Jede noch so banale oder unbedachte Äußerung kann schneller durch Dritte gefunden werden, als dem Verfasser oft klar ist. Ganz besonders gilt dies, wenn im direkten Umfeld ein Personen- oder Firmenname genannt wird. Negative Äußerungen oder Weitergabe vertraulicher Details über Vorgesetzte, Kunden oder Unternehmen durch Mitarbeiter sind an der Tagesordnung und stehen – obwohl meist nur für einen kleinen Kreis von engen Freunden gedacht – meist der ganzen Internet-Gemeinde zur Einsicht bereit.

3. Preisgabe von Unternehmensstrukturen
Wie einfach es ist, aus einer kleineren Menge von Einzel-Profilen Rückschlüsse auf die Strukturen von Unternehmen zu schließen, ist fast keinem Unternehmen richtig klar. Netzwerke wie XING bieten die Aggregation der Unternehmensinformationen aus den Profilen einzelner Mitarbeiter sogar als Funktion an. So werden ganze Vertriebsstrukturen, durchschnittliche Altersstrukturen oder Ausbildungsniveaus für Wettbewerber und Kunden plötzlich vollkommen transparent.

Abhilfe schafft ausschließlich die Verabschiedung einer konkreten Social Web Policy, deren Ziel es nicht ist, die Mitarbeiter zu gängeln oder von der Nutzung Sozialer Netzwerke auszuschließen, sondern sie über die oft nur vermeintliche Sicherheit ihrer Kommunikation zu informieren und ihnen die Konsequenzen Ihrer Aktivitäten für sich selbst und das Unternehmen näher zu bringen.

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Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im November

Nach dem die Monate September und Oktober bei den Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke in Deutschland eine äußerst deutliche Sprache gesprochen hatten, relativieren sich die Trends im November ein wenig. Verlierer ist aber weiterhin die VZ-Gruppe, die von 16,5 Millionen Nutzern auf den Portalen schuelerVZ, studiVZ und meinVZ im Oktober nun mit zunehmender Geschwindigkeit auf nur noch 14,9 Millionen Nutzer zurückgeht.

Klassen-Primus Facebook kommt allerdings nun auch erstmals in Straucheln und stagniert in Deutschland bei ziemlich genau 10 Millionen Nutzern. Weltweit geht es sogar von 410 auf 400 Millionen Nutzern leicht bergab. Vergleicht man die Nutzer- und Einwohnerzahlen Deutschlands mit anderen europäischen Ländern, gibt es hier eigentlich noch sehr viel Potential. Trotzdem scheint die Wachstumsstory vorerst aber einmal gebrochen.

Interessant ist, dass die nationalen Portale wer-kennt-wen (6,2 Mio) und stayfriends (5,2 Mio.) massiv Nutzer dazu gewinnen können. Bei letzterem sogar so deutlich, dass offen bleibt, ob hier eine intensive Marketingkampagne, die Rückgewinnung von Karteileichen oder sonstige Effekte dahinter stehen. wer-kennt-wen überholt damit erstmals sowohl studiVZ und schuelerVZ und wird nach Facebook zur Nummer 2 im deutschen Markt.

Im Business-Segment stagniert XING im deutschen Markt weiterhin bei 2,6 Millionen Nutzern, kann in den europäischen Ländern aber leicht dazu gewinnen. LinkedIn wächst dagegen in Deutschland weiterhin auf sehr niedrigem Niveau (von 0,6 auf 0,8 Millionen Nutzer).

Verluste muss auch die Nachrichten-Plattform Twitter vermelden. In Deutschland geht es um ca. 10% zurück auf 2,4 Millionen Nutzern, weltweit stagniert “the next big thing” bei 66 Millionen Usern.

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Analyse der Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke

Wie schon für den Juni 2009 hat die COMPASS HEADING GmbH für den September 2009 objektive Nutzerzahlen der deutschen Sozialen Netzwerke auf Basis interner Daten von Google zusammengestellt.

War in den vergangenen Monaten bereits ein Trend zur Konsolidierung der Nutzerzahlen in den führenden deutschen Sozialen Netzwerken zu erkennen, so hat sich dieser Trend im Sommer sogar hin zu den ersten Verlusten entwickelt.

Einzig Facebook entwickelt seine Nutzerzahlen signifikant positiv und befindet sich weiterhin auf dem sicheren Weg zum ersten Einzel-Portal, das in Deutschland 10 Millionen Nutzer erreichen wird. Dieser Zuwachs erfolgt im wesentlichen zu Lasten der Portale StudiVZ und SchülerVZ, was nicht zuletzt den Führungsanspruch des globalen Marktführers bei Benutzerfreundlichkeit und Innovation belegt.

Die VZ-Gruppe stagniert nun selbst bei MeinVZ, das im Gegensatz zu den beiden anderen Diensten keine im Alter bzw. Lebensphase begrenzte Zielgruppe besitzt, und verliert dadurch dessen frühere Kompensationspotentiale für die Verluste der anderen beiden Dienste. Im Vergleich zu Juni 2009 verliert die Gruppe etwa 1,3 Millionen Nutzer und erreicht jetzt etwa 17,1 Millionen Menschen.

Auch alle anderen Sozialen Netzwerke verlieren durchweg je grob 10% ihrer Nutzer, was sicherlich kein reiner saisonaler Effekt ist sondern das Ende der Wachstumskurve und ein Zeichen des härter werdenden Marktes.

Gewinnen können noch Twitter sowie als Business-Netzwerke XING und dessen international weiterhin stark wachsender Rivale LinkedIn, der aber mit 0,6 Mio. Nutzer national keine echte Rolle spielt.

Die vollständige Analyse kann als PDF unter kontakt@compass-heading.de angefordert werden.

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Politische Kampagnen in Sozialen Netzwerken

Dass die Politik im Wahljahr 2009 die Sozialen Netzwerke entdeckt hat, ist nichts Neues. Zum Einen hat sich in Deutschland der Irrglaube, Barack Obama hätte seine Präsidentschaft quasi online gewonnen manifestiert. Zum anderen drängen sich die Möglichkeiten von Plattformen wie Facebook, StudiVZ oder XING zur Kampagnenführung und Zielgruppenansprache für politische Zwecke geradezu auf.

Diesen Mega-Trend nimmt die klassische Berichterstattung in der Presse natürlich gerne auf. Schließlich gibt es Neuland zu entdecken und gleichzeitig die Bemühungen der Parteien zu kommentieren. Inhalte und Strukturen beim Engagement im Internet werden dabei kaum bis gar nicht hinterfragt. Gerne zitierte und durchaus hoch angesehene Quelle für die Messung von Online-Aktivitäten der Politiker ist z.B. die Internetseite wahl.de, die rein quantitative Werte abbildet. „Mover“ und „Shaker“ sind dort diejenigen, die im direkten Vergleich die meisten Kontakte auf einer Plattform haben oder besser noch dort ständig Kommentare verbreiten. Damit wird das dauerhafte Absenden von Nichtigkeiten („Guten Morgen zusammen!“, „Stehe auf der A45 im Stau.“) zum Gradmesser für politisches Engagement.

Zum Rest des Beitrags »

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Aktuelle Zugriffszahlen Sozialer Netzwerke

Vertraut man den internen Daten des Online-Giganten Google – und wer sonst hat einen so vollständigen Überblick über die weltweiten Nutzungsgewohnheiten im Internet – ergibt sich für den Juni 2009 ein interessantes (weil objektives und vergleichbares) Bild bei den Sozialen Netzwerken.

Branchen-Primus Facebook verzeichnet für den Monat in Deutschland 6,9 Millionen einzelne User, die mindestens einmal die Seite besuchten und dabei im Durchschnitt 15:40 Minuten verweilten (weltweit 340 Millionen User mit einem Durchschnitt von 21:40 Minuten). Während demzufolge global über 26% aller Online-User bei Facebook aktiv sind, sind es in Deutschland aktuell nur 12% – mithin ein enormes Wachstumspotential in den kommenden Monaten, das sich in einem ungebrochen linear verlaufenden Zuwachs wiederspiegelt.

Wettbewerber MySpace hat dagegen stark rückläufige Nutzer-Werte (aktuell 120 Millionen weltweit, 5,5 Millionen in Deutschland) bei vergleichbaren Verweildauer.

Ebenfalls leicht rückläufig aber auf hohem Niveau ist das Engagement bei der deutschen Plattform Wer-kennt-wen.de. 6,8 Millionen Nutzer verweilen immerhin 18 Minuten.

Deutschlands Platzhirsch StudiVZ kommt nach deutlichem Rückgang im Sommer 2008  auf aktuell 6,8 Millionen Nutzer wozu auch noch die beiden Schwesterportale SchuelerVZ und MeinVZ mit 7,4 (!) bzw. 4,2 Millionen gezählt werden müssen. Lediglich das für ältere Nutzer konzipierte MeinVZ schafft es dabei seine Werte eindeutig zu stabilisieren (bei einer Verweildauer von 16 Minuten), StudiVZ (16 Minuten) und SchuelerVZ (immerhin 25 Minuten) sind rückläufig.

Besonders interessant ist natürlich der weitere Verlauf des Nachrichtendienstes Twitter, dessen Hype nach wie vor ungebrochen ist. Der im Februar 2009 gestartete exponentielle Verlauf der Nutzerzahlen geht auch im Juni 2009 ungebrochen weiter. 2,4 Millionen Nutzer in Deutschland stehen 60 Millionen weltweiten Nutzern gegenüber. Nur ca. 10 – 11 Minuten Verweildauer lassen allerdings auch darauf schließen, dass viele Nutzer sich nur kurz anmelden und den Dienst nicht unbedingt dauerhaft nutzen.

Das B2B-Netzwerk XING hat nach einem Höhepunkt im November 2008 leichte Rückgänge verzeichnen müssen und stagniert derzeit bei ca. 2,4 Millionen deutschen Nutzern (3,8 Millionen weltweit, die auf XING.com zugreifen), mit 8 Minuten Verweildauer pro Monat.

Wettbewerber LinkedIn kriegt in Deutschland nicht wirklich ein Bein auf den Boden (was u.a. an den unvorteilhaften kostenpflichtigen Premium-Diensten liegen dürfte) und dümpelt bei 0,5 Millionen Nutzern herum. Weltweit sind es immerhin 28 Millionen, die die Plattform zum erfolgreichsten B2B-Netzwerk machen.

Fazit: Der Kuchen der Sozialen Netzwerke ist in Deutschland offensichtlich verteilt, was die Portale der VZ-Gruppe sowie deren Investor Holtzbrinck schmerzlich spüren. Dagegen hat Facebook ein deutliches Potential, das konsequent genutzt wird. Es dürfte nur noch eine Frage von Monaten (der Zeitpunkt dürfte irgendwann Mitte 2010 sein) bis dieses Netzwerk in Deutschland als erstes 10 Millionen unterschiedliche Nutzer verzeichnet.

Eine ausführliche Analyse aller Sozialen Netzwerke und anderer wichtiger Internet-Portale (inkl. Nutzerinformationen nach Alter, Geschlecht und weiterer Merkmalen) gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.

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XING ab heute mit externen Applikationen

Eine kleine Revolution hat seit heute XING erfasst. Das bislang technisch sehr abgeschottete Soziale Netzwerk öffnet sich mit dem dafür entwickelten XING Ecosystem für externe Applikationen. Mit über einem Dutzend Partnern, darunter die Süddeutsche Zeitung, Welt kompakt, Deutsche Welle aber auch Online-Anbietern wie SlideShare, MindMeister, Doodle, Spreed und Travelload sollen den zahlenden Premium-Mitgliedern neue Funktionalitäten eröffnet werden.

Zur Umsetzung dieses Ziels nutzt XING die Standard-Schnittstelle OpenSocial, die u.a. durch Google als Basis für die Entwicklung von Diensten durch Drittanbieter entworfen wurde. So können die erstellten Applikationen auch auf anderen Plattformen ohne großen Anpassungsaufwand eingesetzt werden.

Grundsätzlich also ein richtig guter Schritt durch XING. Ziel ist es aber weniger, den Nutzern echte innovative Mehrwerte anzubieten, sondern eher bereits vorhandene Services als virtuelles Büro auf XING nutzen zu lassen. Collabrorate Tools, also die Möglichkeit zur gemeinsamen Nutzung von Diensten ist das Zauberwort, dessen Erfolg für XING durchaus sicher sein dürfte – erhöht diese Strategie doch die Bindung und Nutzungsdauer der Mitgliederbasis.

Aus diesem Grund dürfen auch nur handverlesene Partner ihre Applikationen mit XING vernetzen. Aus Sicht des Datenschutzes und der Qualität ist das durchaus begrüßenswert. Ob diese Selektion aber auch der Innovation zuträglich ist, bleibt offen. Abrufbar werden die Applikationen im Laufe des Tages unter https://www.xing.com/opensocial sein.

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XING öffnet Schnittstelle für externe Entwickler

Ende Juli ist es nun endlich soweit – nach längerer Ankündigung öffnet das Soziale Netzwerk XING seine Schnittstellen für externe Programmierer. Offen ist allerdings (vor allem hinsichtlich des Datenschutzes) in welchem Rahmen diese Öffnung wirklich sinnvolle Potentiale bietet.

Die bislang verfügbaren Apllikationen (eine Einbindung von externen Nachrichten, eine Schnittstelle zu Twitter sowie ein Umfragetool) blieben bislang – was Innovation und Nutzbarkeit angeht – auf eher schwachem Niveau und scheinen eher nur als technische Tests zu dienen.

Der eigentliche Vorteil, nämlich die Verknüpfung externer Quellen mit den Nutzerdaten von XING wird aus Gründen des Datenschutzes bislang gar nicht genutzt. Da macht es Facebook (selbstverständlich nur mit Einwilligung des Nutzers) schon besser, auch wenn der Nutzer oft gar nicht überschaut, welche Daten er preisgibt oder dass seine Verknüpfungen zu Dritten ebenfalls genutzt werden. Aber auch für die Unterstützung strukturierter Kommunikation zwischen den Nutzern von XING gäbe es unzählige Ansätze, die einen echten Mehrwert bieten würden.

Also schauen die Intensivnutzer (denn nur für diese monatlich zahlende Schicht sollen die neuen Tools verfügbar sein) gebannt auf die ersten Veröffentlichungen für XING und hoffen, dass es sich hier nicht wieder einmal rein um eine – von den etablierten Medien gerne aufgenommenen – PR-Aktion ohne einen wirklich innovativen Vorteil für Entwickler und Nutzer handelt.

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Soziale Netzwerke sperren Profile ohne Vorwarnung

Die Frage, wem ein persönliches Profil in einem Sozialen Netzwerk gehört, beantworten die meisten Nutzer mit der eigenen Person.

Ganz falsch – denn auch wenn juristisch die eingepflegten Daten, Bilder und sonstigen Informationen selbstverständlich dem Urheber gehören, so ist das technische Profil immer im Verantwortungsbereich des Netzwerkes selbst. Damit unterliegt der Nutzer den AGBen des Anbieters, dessen unternehmerischen Autonomie und oft auch den kaum zugänglichen Regelungen ausländischer Organisationen und Staaten.

Selbst wenn der Datenschutz in dieser Hinsicht sicher sein sollte, droht eine Gefahr, die die meisten Nutzer unterschätzen: die willkürliche Sperrung/Löschung von Profilen durch den Anbieter. Dazu muss noch nicht einmal ein objektiv nachvollziehbarer Grund vorliegen – die Netzwerke sind dazu jederzeit berechtigt. Mit einer solchen Sperrung/Löschung sind dann zumeist praktisch auch alle enthaltenen Daten weg – für Online-Nomaden, die ihr soziales oder berufliches Umfeld in Sozialen Netzwerken organisieren ein Super-GAU.

Dieser tritt öfter ein, als man denken sollte. Bei Facebook reicht schon ein nicht real scheinender Name zur Sperrung ohne Vorwarnung. Auch ein zu großer Freundeskreis oder eine zu starke Aktivitäten bei Nachrichten an Freunde (ohne Beanstandung durch Dritte) kann völlig unerwartet das Profil kosten. Auch wer bei Twitter zu schnell und zuviele (echte) Freunde findet, hat bald gar keinen Zugriff mehr auf seine Daten.

Bei XING erfolgen ebenfalls restriktive Sperrungen, u.a. bei zu starker Akquise oder scheinbar nicht realen Profilen. Auch eine kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaft hindert nicht daran, dass die in dieser Hinsicht hart formulierten AGB´s konsequent umgesetzt werden.

Das Zurücksetzen von Sperrungen und Löschungen ist zumeist eine nervenaufreibende Aufgabe, da keines der Sozialen Netzwerke dafür explizite Ansprechpartner besitzt.

Einzige Lösung neben der Einschaltung von Profis im Schadensfall ist die regelmässige Sicherung der Kontaktdaten und Informationen auf den einzelnen Netzwerken. Keine einfache Aufgabe, da dies durch die Anbieter in der Regel nicht ohne weiteres unterstützt wird.

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