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Facebook mit 10 Millionen Nutzern in Deutschland
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 17. November 2009
Erstmals durchbricht ein Soziales Netzwerk im deutschen Internet die Marke von 10 Millionen aktiven Nutzern pro Monat.
Schon seit Mitte des Jahres war klar abzusehen, dass der weltweite Marktführer Facebook (weltweit über 400 Millionen Nutzer pro Monat) diesen Wert mittelfristig erreichen würde. Experten hatten den Zeitpunkt in einem größtenteils verteilten und hart umkämpften Markt aber eher für Mitte 2010 erwartet. Die zugrunde liegenden Werte stammen aus der Mediaplanung von Google und repräsentieren eindeutig einzelne Nutzer, die innerhalb eines Monats auf die verschiedenen Portale zugreifen.
Michael Radomski, Geschäftsführer der auf Soziale Netzwerke spezialisierten Online-Agentur COMPASS HEADING GmbH sieht die Gründe für das enorme Wachstum vor allen in der deutschen Wettbewerbssituation: „Die vom deutschen Medienkonzern Holtzbrinck geführte VZ-Gruppe mit den Portalen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ verliert derzeit massiv Nutzer an den amerikanischen Konkurrenten. Während Facebook seit Mitte des Jahres etwa 3 Millionen zusätzliche Nutzer gewinnen konnte, hat Haupt-Konkurrent StudiVZ etwa 800.000 Nutzer verloren. Der etwas größere Bruder SchülerVZ verliert im gleichen Zeitraum sogar 1,2 Millionen Nutzer, während MeinVZ dauerhaft stagniert. Insgesamt kommt die VZ-Gruppe zwar noch auf 16,5 Millionen Nutzer, hat auf Grund von negativen Schlagzeilen und der engen Zielgruppen bei SchülerVZ und StudiVZ kein nachhaltiges Wachstumspotential mehr.“
Auch die anderen Sozialen Netzwerke, die Nutzer im privaten Bereich ansprechen, z.B. MySpace, Wer-kennt-Wen oder Stayfriends.de verlieren an Boden. Facebook ist damit in Deutschland eindeutig die führende Plattform, was durch extrem flexible und innovative technische Strukturen und Features noch verstärkt wird.
Politische Kampagnen in Sozialen Netzwerken
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 9. August 2009
Dass die Politik im Wahljahr 2009 die Sozialen Netzwerke entdeckt hat, ist nichts Neues. Zum Einen hat sich in Deutschland der Irrglaube, Barack Obama hätte seine Präsidentschaft quasi online gewonnen manifestiert. Zum anderen drängen sich die Möglichkeiten von Plattformen wie Facebook, StudiVZ oder XING zur Kampagnenführung und Zielgruppenansprache für politische Zwecke geradezu auf.
Diesen Mega-Trend nimmt die klassische Berichterstattung in der Presse natürlich gerne auf. Schließlich gibt es Neuland zu entdecken und gleichzeitig die Bemühungen der Parteien zu kommentieren. Inhalte und Strukturen beim Engagement im Internet werden dabei kaum bis gar nicht hinterfragt. Gerne zitierte und durchaus hoch angesehene Quelle für die Messung von Online-Aktivitäten der Politiker ist z.B. die Internetseite wahl.de, die rein quantitative Werte abbildet. „Mover“ und „Shaker“ sind dort diejenigen, die im direkten Vergleich die meisten Kontakte auf einer Plattform haben oder besser noch dort ständig Kommentare verbreiten. Damit wird das dauerhafte Absenden von Nichtigkeiten („Guten Morgen zusammen!“, „Stehe auf der A45 im Stau.“) zum Gradmesser für politisches Engagement.
Aktuelle Zugriffszahlen Sozialer Netzwerke
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. August 2009
Vertraut man den internen Daten des Online-Giganten Google – und wer sonst hat einen so vollständigen Überblick über die weltweiten Nutzungsgewohnheiten im Internet – ergibt sich für den Juni 2009 ein interessantes (weil objektives und vergleichbares) Bild bei den Sozialen Netzwerken.
Branchen-Primus Facebook verzeichnet für den Monat in Deutschland 6,9 Millionen einzelne User, die mindestens einmal die Seite besuchten und dabei im Durchschnitt 15:40 Minuten verweilten (weltweit 340 Millionen User mit einem Durchschnitt von 21:40 Minuten). Während demzufolge global über 26% aller Online-User bei Facebook aktiv sind, sind es in Deutschland aktuell nur 12% – mithin ein enormes Wachstumspotential in den kommenden Monaten, das sich in einem ungebrochen linear verlaufenden Zuwachs wiederspiegelt.
Wettbewerber MySpace hat dagegen stark rückläufige Nutzer-Werte (aktuell 120 Millionen weltweit, 5,5 Millionen in Deutschland) bei vergleichbaren Verweildauer.
Ebenfalls leicht rückläufig aber auf hohem Niveau ist das Engagement bei der deutschen Plattform Wer-kennt-wen.de. 6,8 Millionen Nutzer verweilen immerhin 18 Minuten.
Deutschlands Platzhirsch StudiVZ kommt nach deutlichem Rückgang im Sommer 2008 auf aktuell 6,8 Millionen Nutzer wozu auch noch die beiden Schwesterportale SchuelerVZ und MeinVZ mit 7,4 (!) bzw. 4,2 Millionen gezählt werden müssen. Lediglich das für ältere Nutzer konzipierte MeinVZ schafft es dabei seine Werte eindeutig zu stabilisieren (bei einer Verweildauer von 16 Minuten), StudiVZ (16 Minuten) und SchuelerVZ (immerhin 25 Minuten) sind rückläufig.
Besonders interessant ist natürlich der weitere Verlauf des Nachrichtendienstes Twitter, dessen Hype nach wie vor ungebrochen ist. Der im Februar 2009 gestartete exponentielle Verlauf der Nutzerzahlen geht auch im Juni 2009 ungebrochen weiter. 2,4 Millionen Nutzer in Deutschland stehen 60 Millionen weltweiten Nutzern gegenüber. Nur ca. 10 – 11 Minuten Verweildauer lassen allerdings auch darauf schließen, dass viele Nutzer sich nur kurz anmelden und den Dienst nicht unbedingt dauerhaft nutzen.
Das B2B-Netzwerk XING hat nach einem Höhepunkt im November 2008 leichte Rückgänge verzeichnen müssen und stagniert derzeit bei ca. 2,4 Millionen deutschen Nutzern (3,8 Millionen weltweit, die auf XING.com zugreifen), mit 8 Minuten Verweildauer pro Monat.
Wettbewerber LinkedIn kriegt in Deutschland nicht wirklich ein Bein auf den Boden (was u.a. an den unvorteilhaften kostenpflichtigen Premium-Diensten liegen dürfte) und dümpelt bei 0,5 Millionen Nutzern herum. Weltweit sind es immerhin 28 Millionen, die die Plattform zum erfolgreichsten B2B-Netzwerk machen.
Fazit: Der Kuchen der Sozialen Netzwerke ist in Deutschland offensichtlich verteilt, was die Portale der VZ-Gruppe sowie deren Investor Holtzbrinck schmerzlich spüren. Dagegen hat Facebook ein deutliches Potential, das konsequent genutzt wird. Es dürfte nur noch eine Frage von Monaten (der Zeitpunkt dürfte irgendwann Mitte 2010 sein) bis dieses Netzwerk in Deutschland als erstes 10 Millionen unterschiedliche Nutzer verzeichnet.
Eine ausführliche Analyse aller Sozialen Netzwerke und anderer wichtiger Internet-Portale (inkl. Nutzerinformationen nach Alter, Geschlecht und weiterer Merkmalen) gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.
VZ-Gruppe wächst angeblich schneller als Facebook
Verfasst von COMPASS HEADING unter Allgemein am 18. Juni 2009
In einem Interview mit der FAZ verweist Holtzbrinck-Manager Markus Berger-de Léon darauf, dass die VZ-Gruppe (SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ) schneller wachsen würde als Facebook. Offensichtlich beflügelt von der unlängst abgewiesenen Plagiatsklage durch Facebook gegen ihn kann Berger aber kaum die weltweite Entwicklung der Nutzerzahlen (Facebook 200 Mio, VZ 14,3 Mio) meinen.
Für den deutschen Markt könnte seine Aussage dagegen schon eher stimmen. Angeblich würden dabei fast 50% der Nutzer täglich das Netzwerk besuchen (monatlich sogar 80%) und dabei im Durchschnitt monatlich über 30 Minuten darauf verbringen.
Understatement ist Berger-de Léons Sache offensichtlich nicht: Umsatz und Gewinn wären sekundäre Ziele für seine defizitäre Gesellschaft, die mehr Reichweite als jeder deutsche Fernsehsender hätte. Als zentralen Vorteil gegenüber Konkurrenten Facebook verweist der VZ-Geschäftsführer auf das sicherer deutsche Datenschutzrecht gegenüber den in den USA stehenden Facebook-Servern.
Soziale Netzwerke verabschieden Verhaltenskodex
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 11. März 2009
11.03.09 – Die Plattformen StudiVZ, SchülerVZ, Lokalisten und wer-kennt-wen haben unter dem Dach der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) einen Verhaltenskodex zum Umgang mit den Daten ihrer – oft noch Minderjährigen – Nutzer vereinbart. Ziel ist es, den Missbrauch der weitreichenden Nutzerprofile einzudämmen und den Anwendern Möglichkeiten zur bewussten Steuerung der Veröffentlichung und Nutzung dieser Daten zu geben.


