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Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Januar 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 14. Februar 2010
“Im Social Web nichts Neues” könnte die Überschrift für die Analyse der Nutzerzahlen der wichtigsten deutschen Sozialen Netzwerke im Januar 2010 heißen. Stimmt im Prinzip auch – trotzdem lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen um Aufschluss über interessante Trends zu erhalten.

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH: "20 Millionen deutsche Nutzer bei Facebook in absehbarer Zeit locker erreichbar."
Los geht es mit dem ganz klaren Champion Facebook.com. 13 Millionen unterschiedliche deutsche Nutzer meldeten sich im Januar auf dessen Seiten an. Selbst wenn diese Zahl nicht zu 100% die tatsächlichen Personen wiedergibt (dies gilt aber für alle anderen Netzwerke proportional ebenso), so stellt dieser Wert einiges dar. Denn die Online-Reichweite in Deutschland liegt mit ca. 21% weit unter dem globalen Wert (31%) und ist z.B. in Frankreich sogar doppelt so hoch wie bei uns. D.h. hier ist noch richtig Luft und die kleine Verschnaufpause beim Nutzerzuwachs im Herbst 2009 ist offensichtlich Makulatur. 20 Millionen deutsche Nutzer scheinen damit zukünftig locker erreichbar, bei Zuwachsraten von 10 – 20% pro Monat sogar in absehbarer Zeit. Die VZ-Gruppe (StudiVZ, SchuelerVZ, MeinVZ – Zahlen siehe unten) wird nicht mehr lange insgesamt mehr Nutzer haben als Facebook. Weltweit werden sogar fast eine halbe Milliarde Nutzer gezählt, was Facebook definitiv zu einem Phänomen macht, dessen Einfluss kaum noch fassbar ist.
Für den deutschen Markt ist das teils regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Netzwerk wer-kennt-wen.de die klare Nummer 2. Auch hier gibt es nach wie vor ein starkes monatliches Wachstum (+10%), was durch die sehr tiefe Penetration im Südwesten der Republik (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sowie entsprechende Potentiale im Norden und Osten gefördert wird. Allerdings sind hier die Seitenabrufe und absoluten Zugriffe rückläufig, was kein schlechtes Zeichen sein muss, in der Regel aber eines ist. Mit 6,7 Millionen Nutzern schafft wkw es immerhin ebenfalls die einzelnen VZ-Netzwerke klar hinter sich zu lassen. Zu vermuten ist, dass hier andere soziale Schichten agieren als in Facebook und StudiVZ, wo derzeit noch starke Strukturen aus Studenten und Gymnasiasten zu orten sind. Damit könnt sich wkw dauerhaft gegen Konkurrent Facebook (und die VZ-Portale sowieso) wehren und seinen Marktanteil halten.
Nummer 3 ist die Schulfreunde-Plattform stayfriends.de, die allerdings deutlich gegenüber dem Vormonat verliert und auch 5,6 Millionen Nutzer kommt. Damit scheint die Spitze mit 6 Millionen Nutzern im Monat Dezember tatsächlich Gründe in einem Marketing-Push gehabt zu haben. Hier sind Seitenabrufe und absolute Zugriffe ebenfalls rückläufig, so dass die weitere Entwicklung der Plattform kritisch zu betrachten ist.
Gleichauf mit dem Platz 3 liegt schuelerVZ.net, das zumindest seine Nutzerzahlen konstant bei 5,6 Millionen halten kann. Alle anderen Werte zeigen nach unten. Interessant ist lediglich die hohe Anzahl von weiblichen Nutzern, die mit ca. 60% deutlich über dem Schnitt der anderen Plattformen liegt .
Übel wird es auf Platz 5, wo der einstige Star der Communities, studiVZ.net 10% gegenüber dem Dezember an Nutzerzahlen verliert und nur noch 5 Millionen Nutzer erreicht. Starke Einbrüche bei den Seitenabrufen (- 30%) lassen vermuten, dass Konkurrent Facebook hier bei Fremd gehenden Nutzern aus dem Vollen schöpft. Die schlechte PR der letzten Monate tut wahrscheinlich ihr übriges, so dass wirklich offen ist, welche Rettungsmaßnahmen sich die Nachfolger von Markus Berger-de Leon wohl einfallen lassen werden.
Stagniert wird bei meinVZ.net und mySpace.com, die beide 3,8 Millionen Nutzer erreichen. Während Schwindsucht-Patient MySpace immerhin die weltweiten Seitenabrufe wieder etwas ausbauen kann, gehts bei MeinVZ analog zu den beiden Schwesterportalen auch hier abwärts.
Freude dürfte es beim Business-Netzwerk XING.com geben. Nicht nur, dass Mitte Februar eine intensive Marketing-Kampagne für neue Kunden sorgen soll – auch bereits im Januar konnte wieder ein Wachstum um die 10% und damit erstmals auf über 3 Millionen Nutzer verbucht werden. Um so beruhigender da Konkurrent linkedIn.com in Deutschland weiter bei 800.000 Nutzern stagniert, auch wenn die weltweite Basis deutlich ausgebaut werden konnte (von 38 auf 42 Millionen Nutzer).
Nachrichtendienst twitter.com schafft in Deutschland auch endlich mal wieder einen Sprung von 20% auf 2,9 Millionen Nutzer, was relativ gesehen sogar mehr ist als im weltweiten Vergleich (von 74 auf 82 Millionen). In Deutschland lassen die Seitenabrufe und absoluten Besuche etwas nach, international gehts aber aufwärts. Angesichts neuer Hypes (einer davon ist der Lokalisierungs-Dienst foursquare.de, der weltweit bereits 1,2 Millionen Nutzer hat), bleibt abzuwarten, wie es hier strategisch weiter geht.
Alle Werte der Analyse, die auf Daten von Google basieren, gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im Dezember
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 19. Januar 2010
Die leichte Delle bei der Nutzung Sozialer Netzwerke aus dem November hat sich im Dezember etwas ausgeglichen, die grundsätzlichen Trends setzen sich aber weiterhin fort:
Marktführer Facebook hat die ungewohnte Phase der Stagnation überwunden und schwingt sich auf 11 Millionen einzeln gezählte Nutzer in Deutschland (+10% gegenüber dem Vormonat).
Die VZ-Gruppe schaffte eine leichte Erholung und kommt nach Monaten erstmals wieder auf ein kleines Plus von knapp 3% (15,3 zu 14,9 Millionen Nutzern). Insgesamt dürfte es in 2010 aber wohl leider weiter abwärts gehen.
Wer-kennt-wen stagniert bei 6,1 Mio. Nutzern - ebenso wie Twitter, dessen Nutzerzahlen seit Monaten bei 2,4 Mio. festgenagelt scheinen. MySpace rutscht weiter ab auf 3,8 Mio. Nutzer und kommt somit der Bedeutungslosigkeit einen weiteren Schritt entgegen.
Völlig gegen diese Trends läuft nur stayfriends mit einem Anstieg von 17%, was diese Plattform gemeinsam mit Wer-kennt-wen nun nach Facebook zur Nummer 2 in Deutschland macht…
Bei den Business-Netzwerken dümpelt LinkedIn mit 0,8 Millionen Nutzern weiter vor sich hin, während XING (u.a. ausgelöst durch recht intensive Online-Kampagnen) 12% auf 2,9 Millionen Nutzer zulegt.
Hinweis: Alle dargestellten Daten entstammen internen Analysen von Google. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer dürfte für alle Plattformen proportional geringer sein, da Zugriffe von verschiedenen Orten (Büro / Heim-PC) durch identische Nutzer ggf. doppelt gezählt werden.
Analyse der Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. November 2009
Wie schon für den Juni 2009 hat die COMPASS HEADING GmbH für den September 2009 objektive Nutzerzahlen der deutschen Sozialen Netzwerke auf Basis interner Daten von Google zusammengestellt.
War in den vergangenen Monaten bereits ein Trend zur Konsolidierung der Nutzerzahlen in den führenden deutschen Sozialen Netzwerken zu erkennen, so hat sich dieser Trend im Sommer sogar hin zu den ersten Verlusten entwickelt.
Einzig Facebook entwickelt seine Nutzerzahlen signifikant positiv und befindet sich weiterhin auf dem sicheren Weg zum ersten Einzel-Portal, das in Deutschland 10 Millionen Nutzer erreichen wird. Dieser Zuwachs erfolgt im wesentlichen zu Lasten der Portale StudiVZ und SchülerVZ, was nicht zuletzt den Führungsanspruch des globalen Marktführers bei Benutzerfreundlichkeit und Innovation belegt.
Die VZ-Gruppe stagniert nun selbst bei MeinVZ, das im Gegensatz zu den beiden anderen Diensten keine im Alter bzw. Lebensphase begrenzte Zielgruppe besitzt, und verliert dadurch dessen frühere Kompensationspotentiale für die Verluste der anderen beiden Dienste. Im Vergleich zu Juni 2009 verliert die Gruppe etwa 1,3 Millionen Nutzer und erreicht jetzt etwa 17,1 Millionen Menschen.
Auch alle anderen Sozialen Netzwerke verlieren durchweg je grob 10% ihrer Nutzer, was sicherlich kein reiner saisonaler Effekt ist sondern das Ende der Wachstumskurve und ein Zeichen des härter werdenden Marktes.
Gewinnen können noch Twitter sowie als Business-Netzwerke XING und dessen international weiterhin stark wachsender Rivale LinkedIn, der aber mit 0,6 Mio. Nutzer national keine echte Rolle spielt.
Die vollständige Analyse kann als PDF unter kontakt@compass-heading.de angefordert werden.
MySpace kommt immer weiter unter Druck
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 1. Juli 2009
Eines der ersten wirklich globalen Sozialen Netzwerke, MySpace, verliert mit immer größerer Geschwindigkeit an Boden. Als praktisch einziger Anbieter für Privatanwender hatte MySpace es zwar geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben, den Anschluss an die auf Nachrichtenaustausch und Vernetzung setzenden Konkurrenten aber zunehmend verloren.
Zuletzt hatte Wettbewerber Facebook den Dienst bei den weltweiten Nutzerzahlen in Höhe von grob 200 Millionen hinter sich gelassen und Werbepartner Google auf Grund schlechter Kennzahlen den hochdotierten Kooperationsvertrag in Frage gestellt.
Ausschlaggebend für die jetzt schon fast als Niedergang zu bezeichnenden Ergebniseinbrüche und eine Entlassungswelle von 2/3 der weltweit über 1.000 Mitarbeiter ist aber de facto das überholte Produktangebot, das den Nutzern lediglich die Ablage und Veröffentlichung privater Informationen, Fotos und Videos ermöglichte. Innovative und vor allem interaktive Elemente fehlten zuletzt weitgehend, was Dienste wie Twitter oder Facebook für die immer schneller ziehende Karawane der Nutzer attraktiver macht.
Google setzt MySpace unter Druck
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 26. Mai 2009
Branchenprimus Google verhandelt bei den Konditionen für seine Werbeauslieferungen auf der Plattform MySpace nach und bringt seinen Kooperationspartner damit gehörig ins Schwitzen, meldet das US-Blog TechCrunch.
Derzeit zahlt Google jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar für die Auslieferung von Textanzeigen auf MySpace-Seiten und erhält dafür einen beachtlichen Reichweitenzuwachs. Wegen angeblich zu geringer Konversionsraten, was auf eine niedrige Qualität der durchschnittlichen Nutzerbasis von MySpace schließen lässt, will Google den Betrag nun auf 75 Millionen US-Dollar senken.
Für MySpace würde damit etwa ein Viertel des Umsatzes wegbrechen – und das zu einem Zeitpunkt, wo die Plattform bei den Nutzerzahlen und der durchschnittlichen Nutzung sowieso massiv von Facebook unter Druck gesetzt wird.
MySpace kämpft mit sinkenden Werbeeinnahmen
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 20. Mai 2009
20.05.09 – Das soziale Netzwerk MySpace verliert kontinuierlich an Seitenaufrufen und damit auch an Werbeeinnahmen. Im Vorjahresvergleich gab es etwa 20% weniger Seitenaufrufe während Hauptkonkurrent Facebook das im April 2008 noch etwa gleiche Niveau von 44 Mrd. PI´s verdoppelte. Die Umsatzprognose geht von einem Rückgang von 800 auf 500 Mio. Dollar aus, was das derzeit profitable Netzwerk MySpace für das kommende Geschäftsjahr in die Verlustzone drücken könnte. Bereits vor einigen Tagen waren Informationen über einen Stellenabbau in den USA bekannt geworden.
Quelle: http://www.boerse-express.com/pages/777935/newsflow und andere.
EU nutzt Soziale Netzwerke zur Wahlwerbung
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 27. April 2009
Das Europäische Parlament nutzt angesichts einer erwarteten geringen Wahlbeteiligung bei der Europawahl am 07. Juni 2009 Soziale Netzwerke zur Information von Wählern. Auf Profilen bei Facebook und MySpace werden Argumente für die Arbeit der EU dargestellt und zur Wahlbeteiligung aufgerufen. Auch auf YouTube und Flickr sollen Bilder und Videos die Bekanntheit des Wahltermins und die Akzeptanz der EU fördern. Eine Google SEM-Kampagne rundet diese Aktivitäten im Vorfeld der Wahl ab.



