Beiträge getagged mit Informationsfluss

Semantic Web – die Informationsflut organisieren

Spätstens seit dem Auftreten von Twitter oder vergleichbarer Kommunikationsmedien wie Facebook und StudiVZ oder der RSS-Feed-Definition stellt sich die Frage, wie der Nutzer dem zunehmenden Informationsfluß begegnen soll.

Informationen werden zwar immer weiter standardisiert, hinsichtlich der Quellen aber auch zunehmend dezentralisiert. Dadurch wird es – auch bei zunehmender Spezialisierung auf ein Thema – immer schwieriger, einen Überblick über die Masse an Daten zu behalten, denen der Nutzer im Internet täglich ausgesetzt ist.

Eine Lösung bietet das schon seit einigen Jahren immer wieder diskutierte Semantische Netz / Semantic Web. Dabei geht es darum, die unterschiedlichsten Angebote, Medien und Dienste im Sinne des Nutzers zu bündeln. Statt ihn durch ein zu breites Angebot zu verwirren und zu belasten, sollen intelligente Filter nur solche Informationen durchlassen oder proaktiv anbieten, die tatsächlich relevant sind. Eindeutig miteinander in Verbindung stehende Dienste sollen darüber hinaus nutzbar sein, ohne dass der Nutzer einen Mehraufwand hat.

Beispiele sind dafür z.B. selbstlernende thematische Filter für die Informationsflüsse neuer Medien und Sozialer Netzwerke wie Amazons Funktionalität “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…” oder “Wird oft zusammen gekauft…”. Auch Twitter besitzt mittlerweile eine ganze Reihe von Anwendungen, die thematische Filter verwenden. Dabei können sowohl die Nachrichten bekannter Quellen gefiltert, als auch unbekannte Quellen thematisch sortiert und dann zusammengefasst werden.

Anbieter wie Fluggesellschaften oder die Bahn haben mittlerweile auch erkannt, dass ein Passagier am Zielort durchaus Interesse an Mietwagen, Hotels oder anderen Diensten haben wird, die er – ohne zu einem anderen Anbieter wechsel zu müssen – direkt mit seinem Ticket mitbestellen kann. Je intelligenter solche Angebote ausgewählt und profiliert werden, desto weniger wird der Nutzer sie zukünftig als Werbung sondern als Unterstützung seines Lebens akzeptieren.

Die Plattform XING stellt ihren Nutzer seit neustem eingebundene Dienste zur Arbeitserleichterung für Teams zur Verfügung – derzeit noch etwas unbeholfen, von der Ausrichtung aber schon so, dass verschiedene Datenebenen (Vernetzung von Kontakten einerseits und gemeinsame Bearbeitung von Daten andererseits) zusammengeführt werden.

War das Semantische Netz bislang eher ein technischer Wunschtraum, so lässt der stärker werdende Druck durch ungefilterte Informationsmengen und die Notwendigkeit, Nutzer an bestimmte Platformen zu binden, dieses nun zu Realität werden. Darüber hinaus entstehende technische Möglichkeiten (u.a. immer schnellere Server, die auch komplexe Zusammenhänge live erkennen und ausgeben können), Prorgammlogiken und Datenbasen ermöglichen Services, die dem Nutzer einen komfortablen Weg durch das derzeit immer komplexere Informationsangebot bietet. Damit wird das derzeit etwas überquellende Mitmach-Netz Web2.0 zu einem intelligenten Assistenten, dem Web3.0.

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Individuelle Link-Verkürzer für Markenanbieter

Im Rahmen der Produktlinie Social Web Enhancement bietet COMPASS HEADING eine innovative Technologie, mit der Adressen von Internet-Seiten einfacher kommuniziert werden können.

Da sich lange Internetadressen von Nachrichten wie z.B. “http://www.compass-heading.de/cms/individuelle-link-verkurzer-fur-markenanbieter/” kaum für die Verbreitung in den Nachrichtenströmen Sozialer Netzwerke oder in Text-Nachrichten eignen, werden sie schon seit längerem mittels sogenannter Linkverkürzer vereinfacht. Bekannteste Dienste dafür sind tinyurl.com oder bit.ly, die lange Adressen verkürzen und somit die Anzeige und Weitergabe vereinfachen.

COMPASS HEADING bietet seinen Kunden nun die Nutzung individueller Domains, mit denen Links verkürzt werden können. Statt anonyme und rechtlich sowie technisch schwer einschätzbaren Anbieter wie tinyurl.com und bit.ly können nun eigene, individuelle Domains verwendet werden. Für COMPASS HEADING ist dies z.B. die Domain www.CH-URL.de. Der verkürzte Link zu dieser Meldung ist z.B. unter www.CH-URL.de/linkverkuerzer oder alternativ noch kürzer unter CH-URL.de/3xg abrufbar. Einsetzbar ist prinzipiell jede Domain, die kurz genug ist um einen echten Vorteil zu bieten.

Eingesetzt wird diese individuelle Adressierung von Links u.a. von Markenanbietern, die z.B. in ihren ständig neuen Nachrichten bei Twitter nur 140 Zeichen nutzen können, auf eine direkte Verlinkung aber nicht verzichten wollen. Das Produkt bietet sowohl einen einfachen Online-Zugang zur manuellen Erstellung von verkürzten Links als auch Schnittstellen zur automatisierten Erstellung von Links für große Mengen von Informationen.

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Bedroht Twitter unsere Demokratie?

Nachdem herausgekommen war, dass Stimmzähler aus den Reihen der Bundestagsabgeordneten bei der Bundespräsidentenwahl im Mai das Ergebnis über ihre Mobiltelefone auf Twitter veröffentlicht hatten, bevor der Sitzungspräsident und das Wahlgremium informiert wurde, ging ein Aufschrei durch die Bundestagsfraktionen. Die SPD-Fraktionsspitze erwägte zwischenzeitlich sogar den Einsatz von Mobilfunk-Störsendern bei wichtigen Sitzungen.

Ein scheinbar noch größeres Problem haben nun Insider vor der kommenden Bundestagswahl ausgemacht. Dort wird durch die Meinungsforscher routinemäßig bereits am frühen Mittag des Wahlsonntags eine Umfrage gemacht, die in der Vergangenheit immer sehr nah an das spätere Wahlergebnis heran kam. Zur Vorbereitung ihrer Statements erhalten die Parteispitzen diese Umfragen bereits gegen Mittag und damit lange vor Schließung der Wahllokale. Bislang war die unerwünschte Verbreitung dieser Informationen selbst per Internet oder SMS kaum spürbar und somit ohne Konsequenz.

Findige Politiker fragen sich nun, was passieren könnte, wenn diese Umfrage einige Stunden vor Schließung der Wahllokale über die Sozialen Netzwerke verbreitet würde. Drastische Szenarien gehen dahin, dass bestimmte Wahlprognosen weite Teiler der Nutzer dazu motivieren könnten, doch noch zur Wahlurne zu gehen um damit das absehbare Ergebnis zu verändern.

Eine Lösung – abgesehen von der restriktiven Geheimhaltung der vorliegenden Daten bis zur Schließung der Wahllokale – für dieses Problem gibt es noch nicht. Der Fall zeigt aber, dass sich die eingefahrenen Rituale der Demokratie an den Möglichkeiten neuer Medien messen lassen müssen. Möglicherweise sind auch gar nicht Twitter & Co das ursächliche Problem, sonder allgemein das asymetrische Vorhandensein von Informationen. Die Verteidigung klassischen Herrschaftswissens wird jedenfalls offensichtlich zunehmend schwieriger. Es gilt der alte Leitsatz “Wasser sucht sich seinen Weg”. Die Verbreitung von Informationen über Soziale Netzwerke aufhalten zu wollen, ist genau so aussichtslos wie einen Ozean trocken zu wollen.

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