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Ortsbezogene Online-Dienste sind da!

Die Etablierung sogenannter Location-based-Services (LBS) ist seit über 10 Jahren das Ziel der Kommunikations- und Online-Industrie. Doch selbst der Mobilfunk-Boom konnte der Nutzung standortabhängiger Angebote keine echte Basis bieten.

Mit dem Trend zum mobilen Internet (inkl. entsprechender Geräte – zunehmend auch mit GPS) und der Nutzung Sozialer Netzwerke hingegen bahnt sich jetzt die Massennutzung ortsbezogener Online-Dienste an.

Screenshot foursquare

Zentraler Treiber ist dabei die soziale Interaktion. Denn gegenüber dem Einsatz von klassischen LBS-Diensten kommen hier die Inhalte von den Nutzern selbst und bieten diesen direkten Austausch mit ihrem regionalen und sozialen Umfeld.

Twitter sowie Facebook beispielsweise bereiten derzeit die Lokalisierung von Informationen auf ihren Plattformen vor und Google investiert in seinen eigenen Dienst Latitude. Wegweisend sind aber Start-Up´s wie foursquare.com, denen offensichtlich die richtige Kombination von Networking, (Echtzeit-) Lokalisierung, Privatsphäre und Marketing gelingt.

Offen ist, ob eine Plattform wie foursquare oder etablierte Netzwerke mit vorhandener Nutzerstruktur die Führung in diesem Markt übernehmen werden. Interessant sind die dahinter liegenden Geschäftsmodelle in jedem Fall – und übrigens auch ein wichtiger Marketingkanal für stationäre Anbieter wie Gastronomie und Einzelhandel.

Google Latitude:
http://www.google.com/latitude

Twitter Geotagging:
http://help.twitter.com/forums/10711/entries/78525-geotagging-on-twitter

foursquare:
http://www.foursquare.com

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Was kommt 2010 in den Sozialen Netzwerken?

Das Jahr 2010 wird vornehmlich die Entwicklungen des Vorjahres in Sozialen Netzwerken konsequent aufgreifen, weiterführen und sie für eine immer breitere Masse nutzbar machen.

Facebook wird seine Vormachtsstellung weiter ausbauen und auf Grund seiner flexiblen Ausrichtung für einige Überraschungen gut sein. Gründer Mark Zuckerberg muss beweisen, dass es ihm gelingt, seine Plattform zu einem kommerziellen Erfolg zu machen. Erfolgt dies in den kommenden Monaten, dürfte er die Erfolgsgeschichte von Google langfristig vielleicht sogar in den Schatten stellen können. Im Fokus der Entwicklung 2010 stehen immer weitergehende Marketing-Funktionen, ein schon länger diskutiertes eigenes Bezahlsystem sowie die immer professionellere Nutzung der offenen Schnittstellen.

Der Suchmaschinen-Gigant Google hingegen hat in 2009 einige atemberaubende Dienste entwickelt, die in 2010 zu Killerapplikationen werden könnten – wenn das Unternehmen den öffentlichen Druck Stand halten kann, den die Einführung dieser Dienste auslösen könnte. Neben Streetview (bei dessen Diskussion fast immer übersehen wird, dass es hier um viel mehr geht als das Fotografieren von Straßenzügen) und der Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Bibliotheksbestände kommen Angebote aus den Google Labs, deren Veröffentlichung teils Google sogar zu heiß ist. Insbesondere Dienste im Bereich Lokalisierung (bei iPhones und PDA´s mit GPS sogar metergenau) und Websuche (mit automatischem Bildabgleich, der für eine beliebige Vorlage identische Bilder und Informationen dazu auswirft) versprechen Dienstleistungen, die weit über heute genutzte Ansätze hinausgehen und zusätzlich Google interessante Einnahmequellen versprechen.

Shooting-Star Twitter muß 2010 beweisen, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Stratgegische Kooperationen (wie die mit StudiVZ, LinkedIn oder zuletzt Google und Microsoft), die intelligente Einführung kommerzieller Tools und Marketing-Möglichkeiten sowie neuer Features (z.B. lokaler Gruppierungen) können der Wegbereiter in die Champions League des Internets sein.

Das restliche Feld wird wohl derzeit noch eher unbekannten Newcomern gehören. Soziale Netzwerke wie MySpace, LinkedIn oder deren deutschen Verwandten StudiVZ, XING und wer-kennt-wen.de haben 2009 kaum gezeigt, dass sie die Kraft zu tatsächlich revolutionären Entwicklungen besitzen.

Wer also wissen will, was ihn 2010 erwartet, muss eigentlich nur die tatsächlichen Innovationen in 2009 erkennen – auf Grund des immer mehr zunehmenden PR-Gewitters einer Unmenge von Anbietern keine einfache Aufgabe…

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Google Wave soll Vormachtstellung halten

Um den zunehmenden Einfluss der Sozialen Netzwerke auf Internet-User und Marketing-Budgets gegenüber dem Marktführer Google einzudämmen, bereitet dieser den Dienst Google Wave vor.

Google Wave soll Funktionalitäten wie Email, Messaging, Soziale Netzwerke, Dokumentenverwaltung usw. vereinen und dem Online-Nutzer damit eine zentrale Anlaufstelle für alle denkbaren Anforderungen bieten.

Erfolgreich gemacht werden soll die kürzlich angekündigte Web-Oberfläche, die ein wenig wie ein modernes Microsoft Outlook anmutet, durch die Veröffentlichung des Programmiercodes als Open-Source sowie die Integration externer Anwendungen mittels Standard-Schnittstellen.

Der Start der Plattform ist noch für 2009 geplant und wird durch die Entwickler des erfolgreichen Dienstes Google Map vorangetrieben.

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Google setzt MySpace unter Druck

Branchenprimus Google verhandelt bei den Konditionen für seine Werbeauslieferungen auf der Plattform MySpace nach und bringt seinen Kooperationspartner damit gehörig ins Schwitzen, meldet das US-Blog TechCrunch.

Derzeit zahlt Google jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar für die Auslieferung von Textanzeigen auf MySpace-Seiten und erhält dafür einen beachtlichen Reichweitenzuwachs. Wegen angeblich zu geringer Konversionsraten, was auf eine niedrige Qualität der durchschnittlichen Nutzerbasis von MySpace schließen lässt, will Google den Betrag nun auf 75 Millionen US-Dollar senken.

Für MySpace würde damit etwa ein Viertel des Umsatzes wegbrechen – und das zu einem Zeitpunkt, wo die Plattform bei den Nutzerzahlen und der durchschnittlichen Nutzung sowieso massiv von Facebook unter Druck gesetzt wird.

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EU nutzt Soziale Netzwerke zur Wahlwerbung

Das Europäische Parlament nutzt angesichts einer erwarteten geringen Wahlbeteiligung bei der Europawahl am 07. Juni 2009 Soziale Netzwerke zur Information von Wählern. Auf Profilen bei Facebook und MySpace werden Argumente für die Arbeit der EU dargestellt und zur Wahlbeteiligung aufgerufen. Auch auf YouTube und Flickr sollen Bilder und Videos die Bekanntheit des Wahltermins und die Akzeptanz der EU fördern. Eine Google SEM-Kampagne rundet diese Aktivitäten im Vorfeld der Wahl ab.

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