Beiträge getagged mit Geschäftsmodelle

Was kommt 2010 in den Sozialen Netzwerken?

Das Jahr 2010 wird vornehmlich die Entwicklungen des Vorjahres in Sozialen Netzwerken konsequent aufgreifen, weiterführen und sie für eine immer breitere Masse nutzbar machen.

Facebook wird seine Vormachtsstellung weiter ausbauen und auf Grund seiner flexiblen Ausrichtung für einige Überraschungen gut sein. Gründer Mark Zuckerberg muss beweisen, dass es ihm gelingt, seine Plattform zu einem kommerziellen Erfolg zu machen. Erfolgt dies in den kommenden Monaten, dürfte er die Erfolgsgeschichte von Google langfristig vielleicht sogar in den Schatten stellen können. Im Fokus der Entwicklung 2010 stehen immer weitergehende Marketing-Funktionen, ein schon länger diskutiertes eigenes Bezahlsystem sowie die immer professionellere Nutzung der offenen Schnittstellen.

Der Suchmaschinen-Gigant Google hingegen hat in 2009 einige atemberaubende Dienste entwickelt, die in 2010 zu Killerapplikationen werden könnten – wenn das Unternehmen den öffentlichen Druck Stand halten kann, den die Einführung dieser Dienste auslösen könnte. Neben Streetview (bei dessen Diskussion fast immer übersehen wird, dass es hier um viel mehr geht als das Fotografieren von Straßenzügen) und der Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Bibliotheksbestände kommen Angebote aus den Google Labs, deren Veröffentlichung teils Google sogar zu heiß ist. Insbesondere Dienste im Bereich Lokalisierung (bei iPhones und PDA´s mit GPS sogar metergenau) und Websuche (mit automatischem Bildabgleich, der für eine beliebige Vorlage identische Bilder und Informationen dazu auswirft) versprechen Dienstleistungen, die weit über heute genutzte Ansätze hinausgehen und zusätzlich Google interessante Einnahmequellen versprechen.

Shooting-Star Twitter muß 2010 beweisen, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Stratgegische Kooperationen (wie die mit StudiVZ, LinkedIn oder zuletzt Google und Microsoft), die intelligente Einführung kommerzieller Tools und Marketing-Möglichkeiten sowie neuer Features (z.B. lokaler Gruppierungen) können der Wegbereiter in die Champions League des Internets sein.

Das restliche Feld wird wohl derzeit noch eher unbekannten Newcomern gehören. Soziale Netzwerke wie MySpace, LinkedIn oder deren deutschen Verwandten StudiVZ, XING und wer-kennt-wen.de haben 2009 kaum gezeigt, dass sie die Kraft zu tatsächlich revolutionären Entwicklungen besitzen.

Wer also wissen will, was ihn 2010 erwartet, muss eigentlich nur die tatsächlichen Innovationen in 2009 erkennen – auf Grund des immer mehr zunehmenden PR-Gewitters einer Unmenge von Anbietern keine einfache Aufgabe…

, , ,

Keine Kommentare

Facebook treibt Einführung von eigener Währung voran

“Credits” heisst das Facebook-Zahlungsmittel, das von einigen Experten bereits als potentielle globale Leitwährung gesehen wird. Seit der Realisierung der virtuellen Linden-Dollars bei Second Life, die tatsächlich einen realen Gegenwert zu herkömmlichen Währungen bildeten, scheint eine Internet-Währung nicht mehr ausgeschlossen. Und wer, wenn nicht Facebook, hätte die Potentiale, eine eigenen Währung durchzusetzen!?

Facebook selber lässt die Aussenwelt im Unklaren, was die Strategie hinter der schrittweisen Einführung des eigenen Transaktionsmittels ist. Offensichtlich sollen aber vorerst virtuelle Leistungen zwischen Facebook, Drittanbietern und Nutzern damit verrechnet werden. Zu einer Koppelung an klassische Währungen und damit dem Wettbewerb gegenüber dem Einsatz von Kreditkarten oder Zahlungsmitteln wie PayPal im Internet ist es dann aber nicht mehr weit. Virtuelle Produkte (Werbeanzeigen, Premium-Dienste, Spiele usw.) gibt es in jedem Fall genug und auch der Schritt zur Abrechnung des Austauschs echter Güter zwischen den Facebook-Nutzern wäre durchaus denkbar.

Mit aktuell gemeldeten 250 Millionen aktiven Nutzern weltweit entstünde damit eine “Währungsunion”, die von der Größenordnung her mit dem Euro-Raum vergleichbar wäre. Für Facebook als Anbieter könnte dieser Schritt eine wichtige Entwicklung in Richtung Profitabilität, Wachstum und nachhaltige Nutzerbindung sein.

, ,

Keine Kommentare

MySpace kommt immer weiter unter Druck

Eines der ersten wirklich globalen Sozialen Netzwerke, MySpace, verliert mit immer größerer Geschwindigkeit an Boden. Als praktisch einziger Anbieter für Privatanwender hatte MySpace es zwar geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben, den Anschluss an die auf Nachrichtenaustausch und Vernetzung setzenden Konkurrenten aber zunehmend verloren.

Zuletzt hatte Wettbewerber Facebook den Dienst bei den weltweiten Nutzerzahlen in Höhe von grob 200 Millionen hinter sich gelassen und Werbepartner Google auf Grund schlechter Kennzahlen den hochdotierten Kooperationsvertrag in Frage gestellt.

Ausschlaggebend für die jetzt schon fast als Niedergang zu bezeichnenden Ergebniseinbrüche und eine Entlassungswelle von 2/3 der weltweit über 1.000 Mitarbeiter ist aber de facto das überholte Produktangebot, das den Nutzern lediglich die Ablage und Veröffentlichung privater Informationen, Fotos und Videos ermöglichte. Innovative und vor allem interaktive Elemente fehlten zuletzt weitgehend, was Dienste wie Twitter oder Facebook für die immer schneller ziehende Karawane der Nutzer attraktiver macht.

,

Keine Kommentare

Facebook investiert 1 Dollar je Neukunde in Hardware

Das das Soziale Netzwerk Facebook tiefrote Zahlen schreibt, ist kein Geheimnis. Als unangefochtener Marktführer, der sogar erst kürzlich das - für die Branche ungewöhnlich - schwarze Zahlen schreibende MySpace hinter sicht gelassen hat, scheint ein langer Atem der beste Weg zum ganz großen Erfolg.

Addiert man allerdings – so wie diverse Technologieblogs es mit gemeinsamen Ergebnis tun – die Investments und Kosten der Plattform, kommen gigantische Werte zusammen, die auch die hunderte von Millionen Dollar von  Seiten Microsoft und zuletzt russischer Fonds schnell schmelzen lassen dürften.

Je 1 Mio. Neukunden (und die kommen derzeit locker alle paar Tage bei Facebook dazu!) dürften Investments von 1 Mio. Dollar in Hardware nötig sein. Laufende Kosten für die gigantischen Rechenzentren noch gar nicht betrachtet. Da schmilzt auch die gigantische Summe von 200 Millionen Dollar aus Russland (weitere 100 Millionen sollen zur Personalbindung genutzt werden) in ein paar Monanten wie der sprichwörtliche Schnee in der Frühlingssonne.

Der Rücktritt von Finanzvorstand Guideon Yu im Frühjahr scheint hinsichtlich dieser Zahlen fast verständlich. Die in der Amtszeit des CFO beschafften 500 Mio. Dollar dürften hinsichtlich der enormen Investitions- und Betriebskosten lediglich ein Zwischenziel darstellen…

,

Keine Kommentare

Soziale Netzwerke als Jobbörse zunehmend wichtiger.

Dass Headhunter und Personalabteilungen potentielle Mitarbeiter im Web durchleuchten ist ein alter Hut. Das das Social Web aber selbst zur Stellenbörse wird ist relativ neu – und vermag die “klassischen” Job-Portale wie Monster oder Stepstone zukünftig durchaus zu überflügeln.

Warum sollten Menschen sich nicht auch dort um ihr berufliches Umfeld kümmern, wo sie es ständig schon mit ihren privaten Themen machen? Am nahestliegend war diese Überlegung für das Business Netzwerk XING, das mit XING Jobs mittlerweile sogar eine auf Click-Basis abgerechnete Stellenbörse eingerichtet hat. Der direkte Zugang zu den Verantwortlichen (oft allerdings Personalberater) sowie eine Bewertungsfunktion für die Bewerber baut Zugangshürden zum neuen Job deutlich ab.

Aber auch ohne eigens eingerichtete Stellenbörsen bieten die sozialen Netzwerke den idealen Nährboden, in einem Profil die eigenen Vorzüge jedem Interessierten darzustellen. Bewerbungsprofis nutzen allerdings die Kontaktmöglichkeiten der Netzwerke aktiv zur Stellensuche, was durch Empfehlungen direkter Kontakte und professionelle Beiträge in Spezialforen unterstützt wird.

, ,

Keine Kommentare

Twitter – Top oder Flop ?

Die Meldungen über den Nachrichtendienst Twitter sind so widersprüchlich wie noch nie. Während sich vor einigen Monaten noch allen Quellen einig waren, dass Twitter “the next big thing” sei und der Hype durch gigantische Wachstumszahlen angeheizt wurde, geben aktuelle Auswertungen und Analysen eher nüchterne Prognosen.

90% der Tweeds würden von weniger als 20% der Nutzer geschrieben und ein Großteil der Neuanmeldungen würde sich nach kurzer Zeit nicht mehr einloggen, melden unterschiedliche Branchendienste. Auch scheint Twitter in Deutschland nicht mit der amerikanischen Dynamik vergleichbar zu sein.

Andererseits entdecken (amerikanische) Unternehmen – allen voran DELL, das bereits Waren im Wert von 3 Mio. Dollar über Twitter verkauft haben will- zunehmend Twitter als Vertriebsplattform. Für den deutschen Markt ist eine Prognose noch schwer abzugeben. Die vorhandene Dynamik lässt aber eher darauf schließen, dass – allen Unkenrufen zum Trotz – auch in Deutschland die Bedeutung von Twitter weiter zunehmen wird. 

,

Keine Kommentare

Google setzt MySpace unter Druck

Branchenprimus Google verhandelt bei den Konditionen für seine Werbeauslieferungen auf der Plattform MySpace nach und bringt seinen Kooperationspartner damit gehörig ins Schwitzen, meldet das US-Blog TechCrunch.

Derzeit zahlt Google jährlich etwa 300 Millionen US-Dollar für die Auslieferung von Textanzeigen auf MySpace-Seiten und erhält dafür einen beachtlichen Reichweitenzuwachs. Wegen angeblich zu geringer Konversionsraten, was auf eine niedrige Qualität der durchschnittlichen Nutzerbasis von MySpace schließen lässt, will Google den Betrag nun auf 75 Millionen US-Dollar senken.

Für MySpace würde damit etwa ein Viertel des Umsatzes wegbrechen – und das zu einem Zeitpunkt, wo die Plattform bei den Nutzerzahlen und der durchschnittlichen Nutzung sowieso massiv von Facebook unter Druck gesetzt wird.

, ,

Keine Kommentare

MySpace kämpft mit sinkenden Werbeeinnahmen

20.05.09 – Das soziale Netzwerk MySpace verliert kontinuierlich an Seitenaufrufen und damit auch an Werbeeinnahmen. Im Vorjahresvergleich gab es etwa 20% weniger Seitenaufrufe während Hauptkonkurrent Facebook das im April 2008 noch etwa gleiche Niveau von 44 Mrd. PI´s verdoppelte. Die Umsatzprognose geht von einem Rückgang von 800 auf 500 Mio. Dollar aus, was das derzeit profitable Netzwerk MySpace für das kommende Geschäftsjahr in die Verlustzone drücken könnte. Bereits vor einigen Tagen waren Informationen über einen Stellenabbau in den USA bekannt geworden.

,

Keine Kommentare

Werbung spielt für XING keine entscheidende Rolle

16.05.09 – Im Gegensatz zur den Geschäftsmodellen der meisten anderen Sozialen Plattformen wie MySpace oder Facebook, setzt die deutsche XING AG ausdrücklich nicht auf Werbefinanzierung.

“Im vergangenen Jahr betrug der Werbeanteil rund 8 Prozent. Ich glaube nicht, dass dieser Anteil steigt. Online-Werbung ist und bleibt ein Zubrot, aber wird nie der Kern unseres Geschäftsmodells”, so Stefan Groß-Selbeck, der den Vorstandsvorsitz der XING AG von deren Gründer Lars Hinrichs im Januar übernommen hatte.

Anders als ihre Wettbewerber finanziert sich die XING AG primär über kostenpflichtige Premium-Mitgliedschaften, die etwa 10% der Anwender nutzen und besondere Funktionalitäten wie z.B. umfassende Recherchemöglichkeiten bieten.

Quelle: http://faz-community.faz.net/blogs/netzkonom/archive/2009/05/13/xing-mitglieder-die-sie-kennen-koennten.aspx

,

Keine Kommentare

Quartalszahlen Q1/2009 für XING AG

14.05.09 – Die deutsche XING AG ist weiterhin auf Erfolgskurs. Im ersten Quartal 2009 wurde ein Umsatz von über 10 Mio. Euro und ein Ergebnis von knapp 1,7 Mio. Euro gemeldet. Insgesamt weist die international agierende Plattform 7,5 Mio. Mitglieder aus, von denen über 600.000 kostenpflichtige Premium-Accounts sind – deren Erträge bestimmen etwa 90% des Gesamtumsatzes.

Quelle: http://www.zdnet.de/news/wirtschaft_unternehmen_business_xing_meldet_43_prozentige_umsatzsteigerung_story-39001020-41004109-1.htm und andere.

,

Keine Kommentare