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Unternehmen benötigen Social Web Policy

Deutsche Firmen unterschätzen die Notwendigkeit, ihre Mitarbeiter mittels konkreter Richtlinien für die Nutzung Sozialer Netzwerke (Social Web Policy) zu sensibilisieren. Meist wird erst dann (und mit für beide Seiten unerfreulichen Sanktionen) reagiert, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. In der Regel werden negative Fälle durch die geschädigte Unternehmung aber tatsächlich erst gar nicht registriert.

Akuter Handlungsbedarf besteht für Firmen derzeit in drei Feldern:

1. Nutzung Sozialer Netzwerke während der Arbeitszeit
Viele Unternehmen haben auch im Jahr 2010 die private Internet-Nutzung für ihre Mitarbeiter immer noch nicht verbindlich reglementiert. Das weite Feld der Sozialen Netzwerke und ihrer Potentiale verschärft dieses Thema dabei noch extrem. Diese neue Generation der Internet-Nutzung bietet fast unüberschaubare Risiken in der Vernichtung von Arbeitszeit, dem Angriff von Externen auf Unternehmensdaten und -Sicherheit sowie weit reichende Haftungsfragen.

2. Weitergabe von Informationen und persönlichen Kommentaren
Das Internet vergisst nichts – diese alte Regel ist den meisten Nutzer offensichtlich immer noch nicht geläufig. Jede noch so banale oder unbedachte Äußerung kann schneller durch Dritte gefunden werden, als dem Verfasser oft klar ist. Ganz besonders gilt dies, wenn im direkten Umfeld ein Personen- oder Firmenname genannt wird. Negative Äußerungen oder Weitergabe vertraulicher Details über Vorgesetzte, Kunden oder Unternehmen durch Mitarbeiter sind an der Tagesordnung und stehen – obwohl meist nur für einen kleinen Kreis von engen Freunden gedacht – meist der ganzen Internet-Gemeinde zur Einsicht bereit.

3. Preisgabe von Unternehmensstrukturen
Wie einfach es ist, aus einer kleineren Menge von Einzel-Profilen Rückschlüsse auf die Strukturen von Unternehmen zu schließen, ist fast keinem Unternehmen richtig klar. Netzwerke wie XING bieten die Aggregation der Unternehmensinformationen aus den Profilen einzelner Mitarbeiter sogar als Funktion an. So werden ganze Vertriebsstrukturen, durchschnittliche Altersstrukturen oder Ausbildungsniveaus für Wettbewerber und Kunden plötzlich vollkommen transparent.

Abhilfe schafft ausschließlich die Verabschiedung einer konkreten Social Web Policy, deren Ziel es nicht ist, die Mitarbeiter zu gängeln oder von der Nutzung Sozialer Netzwerke auszuschließen, sondern sie über die oft nur vermeintliche Sicherheit ihrer Kommunikation zu informieren und ihnen die Konsequenzen Ihrer Aktivitäten für sich selbst und das Unternehmen näher zu bringen.

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Geheimdienst sieht Facebook als Gefahrenquelle

19.05.09 – Der israelische Inlands-Geheimdienst Shin Bet hat seine Landsleute auf die Gefahren, die durch die Veröffentlichung persönlicher Informationen auf sozialen Netzwerken – insbesondere bei Facebook – entstehen können, hingewiesen. Ausländische Geheimdienste und Terroristen würden diese Plattformen konkret zur Beschaffung von Informationen und zur Anwerbung von Spionen nutzen. Israelische Mitbürger sollten die Art der von ihnen privat veröffentlichten Informationen daher prüfen und eher einschränken.

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