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Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Juli 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 12. August 2010
Die Nutzerzahlen der Sozialer Netzwerke in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2010 ziemlich zur Ruhe gekommen. Nur ein Portal – man ahnt es schon – baut seine Reichweite ständig aus: FACEBOOK.
Die Anzahl der einzelnen Nutzer im Monat Juli , die eines der 10 wichtigsten lokalen Sozialen Netzwerke aufgerufen haben (dazu gehören auch Zugriffe von Personen, die kein eigenes Profil in einem Sozialen Netzwerk haben, sondern sich dort z.B. öffentliche Inhalte Dritte ansehen), lag – inkl. Mehrfachnutzung – bei knapp 52 Millionen. Im Vergleich dazu waren es im Januar 2010 bereits auch schon über 50 Millionen. Der Markt stagniert und bietet fast ausschließlich Anteilsverschiebung sowie stärkere Mehrfachnutzung von unterschiedlichen Portalen. Von letzterem profitiert im wesentlichen wiederum FACEBOOK, was mittel- und langfristig aber zum Verlust von Marktanteilen bei den großen deutschen Netzwerken wie StudiVZ führen wird – die wenigsten Nutzer wollen ihre Online-Zeit parallel in mehreren Netzwerken verbringen.
Im Vergleich zum Juni bleiben im Juli fast alle Netzwerke auf gleichen Niveau (wer-kennt-wen und MeinVZ verlieren jeweils knapp 100.000 Nutzer, Twitter gewinnt überraschend 200.000 Nutzer dazu). Nur FACEBOOK schafft es einmal mehr, 2 Millionen (!) weitere Nutzer zu aktivieren und erreicht damit 18 Millionen deutsche Nutzer (+ 12,5% gegenüber dem Vormonat).
Facebook, das neue Google?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 26. April 2010
[Gastbeitrag: 22.04.10, Michaela Schröter, personalmarketingblog.de]
Abermals bringt sich Facebook mit Neuerungen ins Gespräch. Beispielsweise gibt es jetzt keine Fanpages mehr, sondern “nur” noch Seiten, die Leute mögen. So weit so gut.
Auf der Facebook-Entwicklerkonferenz f8 in San Francisco stellte Mark Zuckerberg am Mittwoch weitere Neuerungen unter dem Schlagwort “social plugins” vor. Insbesondere die Integration einer Schnittstelle, die es Websites ermöglicht, mit Facebook zu connecten, erscheint interessant: Künftig kann der Like-Button in externe Websites integriert werden.
Die neue Funktion soll nun nicht mehr nur die derzeit weltweit circa 400 Millionen User vernetzen, sondern gleich das gesamte Netz. Die “Like-Buttons” beziehungsweise “Gefällt mir-Buttons” können via “social plug-in” in externe Websites integriert werden. Wie das aussieht, kann man beispielsweise bei CNN schon anschauen.
Facebook zeigt in einem kleinen Showcase ebenfalls wie die Integration aussehen könnte.
Ist der Facebook-Daumen also in die Website integriert, tut der Leser per Mausklick kund, dass ihm ein Beitrag gefällt. So sehen die Leser dieser Website zum einen, wie viele Personen einzelne Beiträge mögen, und zum anderen erscheint eine Meldung im Profil der jeweiligen Person.
In Punkto Sicherheit wird die Neuerung allerdings Datenschützer auf den Plan rufen. Denn bevor mancher User sich Gedanken über die Folgen gemacht hat, ist der like-Button schon angeklickt und die Informationen sind gespeichert. Personalisierte Werbung wird immer einfacher. Während bei Google die Informationen anonym erfasst wird (abgesehen von der Erfassung der IP-Adresse), sind die bei Facebook hinterlegten Daten personalisiert. Das Unternehmen kann in Zukunft also genaue Profile dessen erstellen, was die User mögen. Dies könnte für unbedarfte Nutzer zum Problem werden. Schöne neue Facebook-Welt.
Facebook vs. Google
Nicht zuletzt durch die Integration von Facebook in externe Websites nimmt Facebook anscheinend endgültig die Übernahme der Weltherrschaft von Google in Angriff .
Facebook bewegt sich weg vom bloßen Sozialen Netzwerk, hin zum zentralen Lenker im Netz. Während bis dato Google der zentrale Anlaufpunkt war, könnte sich dies künftig ändern. Die ständig wachsende Anzahl der Nutzer bietet großes Potential. Denn Kommunikation bei Facebook ist schnell, unzensiert und unkompliziert. Auch außerhalb des Netzwerks ist diese Art der Interaktion nun möglich, wenn User im gesamten Netz Websites bewerten und so zur Meinungsbildung beitragen. Gefällt den Freunden ein Beitrag, wird man automatisch darauf aufmerksam gemacht. Eventuell bevor man selbst bei Google danach sucht.
Nutzen für das Personalmarketing
Eine Funktion also, die auch für Karrierewebsites oder -blogs genutzt werden kann. So lesen die Besucher einen Beitrag nicht mehr unbemerkt, sondern können dies bei Gefallen gleich ihrem gesamten Freundes-Netzwerk mitteilen. Ich denke, dass sich hieraus neue Optionen für die Gestaltung von Websites bieten. Vorausgesetzt, dass dort auch kommuniziert wird. Für statische Seiten, die nicht mit Neuerungen gefüttert werden, dürfte der Effekt wohl schnell abgenutzt sei. Dennoch lohnt es sich über die Einbindung des Buttons nachzudenken.
Also: Thumb up!
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Januar 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 14. Februar 2010
“Im Social Web nichts Neues” könnte die Überschrift für die Analyse der Nutzerzahlen der wichtigsten deutschen Sozialen Netzwerke im Januar 2010 heißen. Stimmt im Prinzip auch – trotzdem lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen um Aufschluss über interessante Trends zu erhalten.

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH: "20 Millionen deutsche Nutzer bei Facebook in absehbarer Zeit locker erreichbar."
Los geht es mit dem ganz klaren Champion Facebook.com. 13 Millionen unterschiedliche deutsche Nutzer meldeten sich im Januar auf dessen Seiten an. Selbst wenn diese Zahl nicht zu 100% die tatsächlichen Personen wiedergibt (dies gilt aber für alle anderen Netzwerke proportional ebenso), so stellt dieser Wert einiges dar. Denn die Online-Reichweite in Deutschland liegt mit ca. 21% weit unter dem globalen Wert (31%) und ist z.B. in Frankreich sogar doppelt so hoch wie bei uns. D.h. hier ist noch richtig Luft und die kleine Verschnaufpause beim Nutzerzuwachs im Herbst 2009 ist offensichtlich Makulatur. 20 Millionen deutsche Nutzer scheinen damit zukünftig locker erreichbar, bei Zuwachsraten von 10 – 20% pro Monat sogar in absehbarer Zeit. Die VZ-Gruppe (StudiVZ, SchuelerVZ, MeinVZ – Zahlen siehe unten) wird nicht mehr lange insgesamt mehr Nutzer haben als Facebook. Weltweit werden sogar fast eine halbe Milliarde Nutzer gezählt, was Facebook definitiv zu einem Phänomen macht, dessen Einfluss kaum noch fassbar ist.
Für den deutschen Markt ist das teils regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Netzwerk wer-kennt-wen.de die klare Nummer 2. Auch hier gibt es nach wie vor ein starkes monatliches Wachstum (+10%), was durch die sehr tiefe Penetration im Südwesten der Republik (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sowie entsprechende Potentiale im Norden und Osten gefördert wird. Allerdings sind hier die Seitenabrufe und absoluten Zugriffe rückläufig, was kein schlechtes Zeichen sein muss, in der Regel aber eines ist. Mit 6,7 Millionen Nutzern schafft wkw es immerhin ebenfalls die einzelnen VZ-Netzwerke klar hinter sich zu lassen. Zu vermuten ist, dass hier andere soziale Schichten agieren als in Facebook und StudiVZ, wo derzeit noch starke Strukturen aus Studenten und Gymnasiasten zu orten sind. Damit könnt sich wkw dauerhaft gegen Konkurrent Facebook (und die VZ-Portale sowieso) wehren und seinen Marktanteil halten.
Nummer 3 ist die Schulfreunde-Plattform stayfriends.de, die allerdings deutlich gegenüber dem Vormonat verliert und auch 5,6 Millionen Nutzer kommt. Damit scheint die Spitze mit 6 Millionen Nutzern im Monat Dezember tatsächlich Gründe in einem Marketing-Push gehabt zu haben. Hier sind Seitenabrufe und absolute Zugriffe ebenfalls rückläufig, so dass die weitere Entwicklung der Plattform kritisch zu betrachten ist.
Gleichauf mit dem Platz 3 liegt schuelerVZ.net, das zumindest seine Nutzerzahlen konstant bei 5,6 Millionen halten kann. Alle anderen Werte zeigen nach unten. Interessant ist lediglich die hohe Anzahl von weiblichen Nutzern, die mit ca. 60% deutlich über dem Schnitt der anderen Plattformen liegt .
Übel wird es auf Platz 5, wo der einstige Star der Communities, studiVZ.net 10% gegenüber dem Dezember an Nutzerzahlen verliert und nur noch 5 Millionen Nutzer erreicht. Starke Einbrüche bei den Seitenabrufen (- 30%) lassen vermuten, dass Konkurrent Facebook hier bei Fremd gehenden Nutzern aus dem Vollen schöpft. Die schlechte PR der letzten Monate tut wahrscheinlich ihr übriges, so dass wirklich offen ist, welche Rettungsmaßnahmen sich die Nachfolger von Markus Berger-de Leon wohl einfallen lassen werden.
Stagniert wird bei meinVZ.net und mySpace.com, die beide 3,8 Millionen Nutzer erreichen. Während Schwindsucht-Patient MySpace immerhin die weltweiten Seitenabrufe wieder etwas ausbauen kann, gehts bei MeinVZ analog zu den beiden Schwesterportalen auch hier abwärts.
Freude dürfte es beim Business-Netzwerk XING.com geben. Nicht nur, dass Mitte Februar eine intensive Marketing-Kampagne für neue Kunden sorgen soll – auch bereits im Januar konnte wieder ein Wachstum um die 10% und damit erstmals auf über 3 Millionen Nutzer verbucht werden. Um so beruhigender da Konkurrent linkedIn.com in Deutschland weiter bei 800.000 Nutzern stagniert, auch wenn die weltweite Basis deutlich ausgebaut werden konnte (von 38 auf 42 Millionen Nutzer).
Nachrichtendienst twitter.com schafft in Deutschland auch endlich mal wieder einen Sprung von 20% auf 2,9 Millionen Nutzer, was relativ gesehen sogar mehr ist als im weltweiten Vergleich (von 74 auf 82 Millionen). In Deutschland lassen die Seitenabrufe und absoluten Besuche etwas nach, international gehts aber aufwärts. Angesichts neuer Hypes (einer davon ist der Lokalisierungs-Dienst foursquare.de, der weltweit bereits 1,2 Millionen Nutzer hat), bleibt abzuwarten, wie es hier strategisch weiter geht.
Alle Werte der Analyse, die auf Daten von Google basieren, gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.
Ortsbezogene Online-Dienste sind da!
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. Februar 2010
Die Etablierung sogenannter Location-based-Services (LBS) ist seit über 10 Jahren das Ziel der Kommunikations- und Online-Industrie. Doch selbst der Mobilfunk-Boom konnte der Nutzung standortabhängiger Angebote keine echte Basis bieten.
Mit dem Trend zum mobilen Internet (inkl. entsprechender Geräte – zunehmend auch mit GPS) und der Nutzung Sozialer Netzwerke hingegen bahnt sich jetzt die Massennutzung ortsbezogener Online-Dienste an.
Zentraler Treiber ist dabei die soziale Interaktion. Denn gegenüber dem Einsatz von klassischen LBS-Diensten kommen hier die Inhalte von den Nutzern selbst und bieten diesen direkten Austausch mit ihrem regionalen und sozialen Umfeld.
Twitter sowie Facebook beispielsweise bereiten derzeit die Lokalisierung von Informationen auf ihren Plattformen vor und Google investiert in seinen eigenen Dienst Latitude. Wegweisend sind aber Start-Up´s wie foursquare.com, denen offensichtlich die richtige Kombination von Networking, (Echtzeit-) Lokalisierung, Privatsphäre und Marketing gelingt.
Offen ist, ob eine Plattform wie foursquare oder etablierte Netzwerke mit vorhandener Nutzerstruktur die Führung in diesem Markt übernehmen werden. Interessant sind die dahinter liegenden Geschäftsmodelle in jedem Fall – und übrigens auch ein wichtiger Marketingkanal für stationäre Anbieter wie Gastronomie und Einzelhandel.
Google Latitude:
http://www.google.com/latitude
Twitter Geotagging:
http://help.twitter.com/forums/10711/entries/78525-geotagging-on-twitter
foursquare:
http://www.foursquare.com
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im Dezember
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 19. Januar 2010
Die leichte Delle bei der Nutzung Sozialer Netzwerke aus dem November hat sich im Dezember etwas ausgeglichen, die grundsätzlichen Trends setzen sich aber weiterhin fort:
Marktführer Facebook hat die ungewohnte Phase der Stagnation überwunden und schwingt sich auf 11 Millionen einzeln gezählte Nutzer in Deutschland (+10% gegenüber dem Vormonat).
Die VZ-Gruppe schaffte eine leichte Erholung und kommt nach Monaten erstmals wieder auf ein kleines Plus von knapp 3% (15,3 zu 14,9 Millionen Nutzern). Insgesamt dürfte es in 2010 aber wohl leider weiter abwärts gehen.
Wer-kennt-wen stagniert bei 6,1 Mio. Nutzern - ebenso wie Twitter, dessen Nutzerzahlen seit Monaten bei 2,4 Mio. festgenagelt scheinen. MySpace rutscht weiter ab auf 3,8 Mio. Nutzer und kommt somit der Bedeutungslosigkeit einen weiteren Schritt entgegen.
Völlig gegen diese Trends läuft nur stayfriends mit einem Anstieg von 17%, was diese Plattform gemeinsam mit Wer-kennt-wen nun nach Facebook zur Nummer 2 in Deutschland macht…
Bei den Business-Netzwerken dümpelt LinkedIn mit 0,8 Millionen Nutzern weiter vor sich hin, während XING (u.a. ausgelöst durch recht intensive Online-Kampagnen) 12% auf 2,9 Millionen Nutzer zulegt.
Hinweis: Alle dargestellten Daten entstammen internen Analysen von Google. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer dürfte für alle Plattformen proportional geringer sein, da Zugriffe von verschiedenen Orten (Büro / Heim-PC) durch identische Nutzer ggf. doppelt gezählt werden.
Was kommt 2010 in den Sozialen Netzwerken?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. Januar 2010
Das Jahr 2010 wird vornehmlich die Entwicklungen des Vorjahres in Sozialen Netzwerken konsequent aufgreifen, weiterführen und sie für eine immer breitere Masse nutzbar machen.
Facebook wird seine Vormachtsstellung weiter ausbauen und auf Grund seiner flexiblen Ausrichtung für einige Überraschungen gut sein. Gründer Mark Zuckerberg muss beweisen, dass es ihm gelingt, seine Plattform zu einem kommerziellen Erfolg zu machen. Erfolgt dies in den kommenden Monaten, dürfte er die Erfolgsgeschichte von Google langfristig vielleicht sogar in den Schatten stellen können. Im Fokus der Entwicklung 2010 stehen immer weitergehende Marketing-Funktionen, ein schon länger diskutiertes eigenes Bezahlsystem sowie die immer professionellere Nutzung der offenen Schnittstellen.
Der Suchmaschinen-Gigant Google hingegen hat in 2009 einige atemberaubende Dienste entwickelt, die in 2010 zu Killerapplikationen werden könnten – wenn das Unternehmen den öffentlichen Druck Stand halten kann, den die Einführung dieser Dienste auslösen könnte. Neben Streetview (bei dessen Diskussion fast immer übersehen wird, dass es hier um viel mehr geht als das Fotografieren von Straßenzügen) und der Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Bibliotheksbestände kommen Angebote aus den Google Labs, deren Veröffentlichung teils Google sogar zu heiß ist. Insbesondere Dienste im Bereich Lokalisierung (bei iPhones und PDA´s mit GPS sogar metergenau) und Websuche (mit automatischem Bildabgleich, der für eine beliebige Vorlage identische Bilder und Informationen dazu auswirft) versprechen Dienstleistungen, die weit über heute genutzte Ansätze hinausgehen und zusätzlich Google interessante Einnahmequellen versprechen.
Shooting-Star Twitter muß 2010 beweisen, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Stratgegische Kooperationen (wie die mit StudiVZ, LinkedIn oder zuletzt Google und Microsoft), die intelligente Einführung kommerzieller Tools und Marketing-Möglichkeiten sowie neuer Features (z.B. lokaler Gruppierungen) können der Wegbereiter in die Champions League des Internets sein.
Das restliche Feld wird wohl derzeit noch eher unbekannten Newcomern gehören. Soziale Netzwerke wie MySpace, LinkedIn oder deren deutschen Verwandten StudiVZ, XING und wer-kennt-wen.de haben 2009 kaum gezeigt, dass sie die Kraft zu tatsächlich revolutionären Entwicklungen besitzen.
Wer also wissen will, was ihn 2010 erwartet, muss eigentlich nur die tatsächlichen Innovationen in 2009 erkennen – auf Grund des immer mehr zunehmenden PR-Gewitters einer Unmenge von Anbietern keine einfache Aufgabe…
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im November
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. Dezember 2009
Nach dem die Monate September und Oktober bei den Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke in Deutschland eine äußerst deutliche Sprache gesprochen hatten, relativieren sich die Trends im November ein wenig. Verlierer ist aber weiterhin die VZ-Gruppe, die von 16,5 Millionen Nutzern auf den Portalen schuelerVZ, studiVZ und meinVZ im Oktober nun mit zunehmender Geschwindigkeit auf nur noch 14,9 Millionen Nutzer zurückgeht.
Klassen-Primus Facebook kommt allerdings nun auch erstmals in Straucheln und stagniert in Deutschland bei ziemlich genau 10 Millionen Nutzern. Weltweit geht es sogar von 410 auf 400 Millionen Nutzern leicht bergab. Vergleicht man die Nutzer- und Einwohnerzahlen Deutschlands mit anderen europäischen Ländern, gibt es hier eigentlich noch sehr viel Potential. Trotzdem scheint die Wachstumsstory vorerst aber einmal gebrochen.
Interessant ist, dass die nationalen Portale wer-kennt-wen (6,2 Mio) und stayfriends (5,2 Mio.) massiv Nutzer dazu gewinnen können. Bei letzterem sogar so deutlich, dass offen bleibt, ob hier eine intensive Marketingkampagne, die Rückgewinnung von Karteileichen oder sonstige Effekte dahinter stehen. wer-kennt-wen überholt damit erstmals sowohl studiVZ und schuelerVZ und wird nach Facebook zur Nummer 2 im deutschen Markt.
Im Business-Segment stagniert XING im deutschen Markt weiterhin bei 2,6 Millionen Nutzern, kann in den europäischen Ländern aber leicht dazu gewinnen. LinkedIn wächst dagegen in Deutschland weiterhin auf sehr niedrigem Niveau (von 0,6 auf 0,8 Millionen Nutzer).
Verluste muss auch die Nachrichten-Plattform Twitter vermelden. In Deutschland geht es um ca. 10% zurück auf 2,4 Millionen Nutzern, weltweit stagniert “the next big thing” bei 66 Millionen Usern.
Facebook mit 10 Millionen Nutzern in Deutschland
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 17. November 2009
Erstmals durchbricht ein Soziales Netzwerk im deutschen Internet die Marke von 10 Millionen aktiven Nutzern pro Monat.
Schon seit Mitte des Jahres war klar abzusehen, dass der weltweite Marktführer Facebook (weltweit über 400 Millionen Nutzer pro Monat) diesen Wert mittelfristig erreichen würde. Experten hatten den Zeitpunkt in einem größtenteils verteilten und hart umkämpften Markt aber eher für Mitte 2010 erwartet. Die zugrunde liegenden Werte stammen aus der Mediaplanung von Google und repräsentieren eindeutig einzelne Nutzer, die innerhalb eines Monats auf die verschiedenen Portale zugreifen.
Michael Radomski, Geschäftsführer der auf Soziale Netzwerke spezialisierten Online-Agentur COMPASS HEADING GmbH sieht die Gründe für das enorme Wachstum vor allen in der deutschen Wettbewerbssituation: „Die vom deutschen Medienkonzern Holtzbrinck geführte VZ-Gruppe mit den Portalen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ verliert derzeit massiv Nutzer an den amerikanischen Konkurrenten. Während Facebook seit Mitte des Jahres etwa 3 Millionen zusätzliche Nutzer gewinnen konnte, hat Haupt-Konkurrent StudiVZ etwa 800.000 Nutzer verloren. Der etwas größere Bruder SchülerVZ verliert im gleichen Zeitraum sogar 1,2 Millionen Nutzer, während MeinVZ dauerhaft stagniert. Insgesamt kommt die VZ-Gruppe zwar noch auf 16,5 Millionen Nutzer, hat auf Grund von negativen Schlagzeilen und der engen Zielgruppen bei SchülerVZ und StudiVZ kein nachhaltiges Wachstumspotential mehr.“
Auch die anderen Sozialen Netzwerke, die Nutzer im privaten Bereich ansprechen, z.B. MySpace, Wer-kennt-Wen oder Stayfriends.de verlieren an Boden. Facebook ist damit in Deutschland eindeutig die führende Plattform, was durch extrem flexible und innovative technische Strukturen und Features noch verstärkt wird.
Analyse der Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. November 2009
Wie schon für den Juni 2009 hat die COMPASS HEADING GmbH für den September 2009 objektive Nutzerzahlen der deutschen Sozialen Netzwerke auf Basis interner Daten von Google zusammengestellt.
War in den vergangenen Monaten bereits ein Trend zur Konsolidierung der Nutzerzahlen in den führenden deutschen Sozialen Netzwerken zu erkennen, so hat sich dieser Trend im Sommer sogar hin zu den ersten Verlusten entwickelt.
Einzig Facebook entwickelt seine Nutzerzahlen signifikant positiv und befindet sich weiterhin auf dem sicheren Weg zum ersten Einzel-Portal, das in Deutschland 10 Millionen Nutzer erreichen wird. Dieser Zuwachs erfolgt im wesentlichen zu Lasten der Portale StudiVZ und SchülerVZ, was nicht zuletzt den Führungsanspruch des globalen Marktführers bei Benutzerfreundlichkeit und Innovation belegt.
Die VZ-Gruppe stagniert nun selbst bei MeinVZ, das im Gegensatz zu den beiden anderen Diensten keine im Alter bzw. Lebensphase begrenzte Zielgruppe besitzt, und verliert dadurch dessen frühere Kompensationspotentiale für die Verluste der anderen beiden Dienste. Im Vergleich zu Juni 2009 verliert die Gruppe etwa 1,3 Millionen Nutzer und erreicht jetzt etwa 17,1 Millionen Menschen.
Auch alle anderen Sozialen Netzwerke verlieren durchweg je grob 10% ihrer Nutzer, was sicherlich kein reiner saisonaler Effekt ist sondern das Ende der Wachstumskurve und ein Zeichen des härter werdenden Marktes.
Gewinnen können noch Twitter sowie als Business-Netzwerke XING und dessen international weiterhin stark wachsender Rivale LinkedIn, der aber mit 0,6 Mio. Nutzer national keine echte Rolle spielt.
Die vollständige Analyse kann als PDF unter kontakt@compass-heading.de angefordert werden.
Politische Kampagnen in Sozialen Netzwerken
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 9. August 2009
Dass die Politik im Wahljahr 2009 die Sozialen Netzwerke entdeckt hat, ist nichts Neues. Zum Einen hat sich in Deutschland der Irrglaube, Barack Obama hätte seine Präsidentschaft quasi online gewonnen manifestiert. Zum anderen drängen sich die Möglichkeiten von Plattformen wie Facebook, StudiVZ oder XING zur Kampagnenführung und Zielgruppenansprache für politische Zwecke geradezu auf.
Diesen Mega-Trend nimmt die klassische Berichterstattung in der Presse natürlich gerne auf. Schließlich gibt es Neuland zu entdecken und gleichzeitig die Bemühungen der Parteien zu kommentieren. Inhalte und Strukturen beim Engagement im Internet werden dabei kaum bis gar nicht hinterfragt. Gerne zitierte und durchaus hoch angesehene Quelle für die Messung von Online-Aktivitäten der Politiker ist z.B. die Internetseite wahl.de, die rein quantitative Werte abbildet. „Mover“ und „Shaker“ sind dort diejenigen, die im direkten Vergleich die meisten Kontakte auf einer Plattform haben oder besser noch dort ständig Kommentare verbreiten. Damit wird das dauerhafte Absenden von Nichtigkeiten („Guten Morgen zusammen!“, „Stehe auf der A45 im Stau.“) zum Gradmesser für politisches Engagement.





