Wo sind Ihre Online-Kunden eigentlich gerade?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 26. März 2010
Aktuelle Nutzerzahlen bei Sozialen Netzwerken
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. März 2010
Brandaktuell stehen die unabhängig ermittelten Zugriffszahlen für den Monat Februar zur Verfügung (Quelle: Google Inc.). Auch wenn diese Daten nur theoretisch „einzelne Benutzer“ („unique Visitors“) messen, da in einem gewissen Umfang Suchmaschinenzugriffe, Doppelzählungen durch Zugriffe von verschiedenen Rechnern durch dieselbe Person sowie rein lesende Zugriffe auf ein Portal (ohne das Bestehen eines Nutzerprofils) berücksichtigt werden, stellt diese Datenbasis definitiv die aktuellste und objektivste Quelle zur Einschätzung der Entwicklung Sozialer Netzwerke dar.

Facebook erreicht in Deutschland mit 13 Millionen Usern über 22% aller Online-Nutzer. Verglichen mit Belgien, Italien oder den USA ist das wenig, diese Länder liegen über 50%. Spitzenreiter sind die Philippinen, auf denen 76% aller Online-User Facebook nutzen. [Eine Vollständige Übersicht steht hier bereit
Die COMPASS HEADING GmbH analysiert seit Mitte 2009 die monatlich erscheinenden Werte und zeichnet damit ein sehr verlässliches Bild über die Trends bei der Nutzung der Plattformen in Deutschland und weltweit. In diesem Monat erscheint zusätzlich erstmals ein internationaler Vergleich der teils spektakulären Online-Reichweite für den Branchenprimus Facebook.
Bei den absoluten Zahlen ändert sich im Februar gegenüber dem Januar bei den meisten Plattformen nur wenig. Grund sind leichte nachträgliche Korrekturen des Januars und der mit 28 Tagen kurze Monatsverlauf im Februar. Facebook stagniert somit scheinbar bei 13 Millionen Nutzern in Deutschland sowie 490 Millionen Nutzern weltweit, was im März aber durch eine deutliche Steigerung wieder ausgeglichen werden dürfte.
Reichweite von Facebook im internationalen Vergleich
Interessant ist, dass Facebook in Deutschland mit diesen Zahlen eine Reichweite von 22% aller Online-Nutzer besitzt. Das hört sich nach viel an, ist im globalen Vergleich (31%) aber noch recht wenig und relativiert sich schlagartig, wenn man sich die große Anzahl von Ländern vor Augen führt, in denen die Reichweite jenseits der 50% Marke liegt. Kein Rechenfehler: Mehr als die Hälfte der Online-Nutzer z.B. in Italien, Belgien, Griechenland oder den USA (hier sind es 130 Millionen Menschen) nutzen Facebook. Dort wo dieser Wert deutlich geringer ist (wie in Deutschland) liegt dies in der Regel am lokalen Markt, der vor dem konsequenten Eintritt Facebooks bereits von anderen Plattformen besetzt wurde. In einer zunehmend globalisierenden Welt scheint es aber nur eine Frage der Zeit, bis Facebook auch in diesen Märkten die 50% Marke erreichen kann.
[Vollständige Übersicht der Reichweite von Facebook im internationalen Vergleich]
wer-kennt-wen
Die lokale Plattform wer-kennt-wen schafft immerhin einen leichten Anstieg um 100.000 Nutzer auf 6,8 Millionen und sichert sich souverän Platz 2 bei den Sozialen Netzwerken in Deutschland.
stayfriends / schuelerVZ
stayfriends lässt mit einem Minus von 10% auf 5,1 Millionen Nutzer aber deutlich Federn und hat damit schon fast 1 Million Nutzer weniger als im Dezember 2009. Analog verhält es sich mit schuelerVZ, wo die Differenz ebenfalls bei knapp minus 10% auf 5,1 Millionen Nutzer liegt und der Rückgang zur traurigen Gewohnheit wird.
studiVZ /meinVZ
Auch das Schwesterportal studiVZ verliert deutlich von 5 Millionen auf 4,7 Millionen Nutzer. Nur das nicht durch seine Zielgruppe im Alter beschränkte meinVZ schafft es zum wiederholten Male seine Zugriffszahlen mit 3,8 Millionen zumindest stabil zu halten.
Gemeinsam kommt das durch den Holtzbrink-Konzern kontrollierte Triumvirat auf 13,6 Millionen Nutzer und liegt damit nur noch hauchdünn vor Facebook. Bei genauerer Analyse der einzelnen Zugriffszahlen kann man aber vermuten, dass Facebook mittlerweile eine größere Reichweite als die drei VZ-Portale zusammen hat. Das sah vor wenigen Monaten noch ganz anders aus!
MySpace
MySpace verliert ebenfalls einmal mehr sehr deutlich und kommt aktuell nur noch auf 3,4 Millionen Nutzer in Deutschland und 80 Millionen Nutzer weltweit (jeweils -10% gegenüber dem Vormonat).
XING / LinkedIn
XING verliert lokal etwa 100.000 Nutzer, hält mit 3,1 Millionen Nutzern aber LinkedIn, das weiterhin bei 800.000 Nutzern auf dem deutschen Markt dümpelt, auf Distanz. International ist für LinkedIn ein leichter Rückgang von 42 auf 41 Millionen Nutzer zu verzeichnen, was seine Begründung aber in den oben genannten Besonderheiten für den Februar hat.
Ähnlich verhält es sich bei Twitter: Stagnation bei 2,9 Millionen Nutzern in Deutschland, der Dienst verliert weltweit aber minimal von 82 auf 80 Millionen.
Alle Werte der Analyse gibt es auf Anfrage unter analysen@compass-heading.de.
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Januar 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 14. Februar 2010
“Im Social Web nichts Neues” könnte die Überschrift für die Analyse der Nutzerzahlen der wichtigsten deutschen Sozialen Netzwerke im Januar 2010 heißen. Stimmt im Prinzip auch – trotzdem lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen um Aufschluss über interessante Trends zu erhalten.

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH: "20 Millionen deutsche Nutzer bei Facebook in absehbarer Zeit locker erreichbar."
Los geht es mit dem ganz klaren Champion Facebook.com. 13 Millionen unterschiedliche deutsche Nutzer meldeten sich im Januar auf dessen Seiten an. Selbst wenn diese Zahl nicht zu 100% die tatsächlichen Personen wiedergibt (dies gilt aber für alle anderen Netzwerke proportional ebenso), so stellt dieser Wert einiges dar. Denn die Online-Reichweite in Deutschland liegt mit ca. 21% weit unter dem globalen Wert (31%) und ist z.B. in Frankreich sogar doppelt so hoch wie bei uns. D.h. hier ist noch richtig Luft und die kleine Verschnaufpause beim Nutzerzuwachs im Herbst 2009 ist offensichtlich Makulatur. 20 Millionen deutsche Nutzer scheinen damit zukünftig locker erreichbar, bei Zuwachsraten von 10 – 20% pro Monat sogar in absehbarer Zeit. Die VZ-Gruppe (StudiVZ, SchuelerVZ, MeinVZ – Zahlen siehe unten) wird nicht mehr lange insgesamt mehr Nutzer haben als Facebook. Weltweit werden sogar fast eine halbe Milliarde Nutzer gezählt, was Facebook definitiv zu einem Phänomen macht, dessen Einfluss kaum noch fassbar ist.
Für den deutschen Markt ist das teils regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Netzwerk wer-kennt-wen.de die klare Nummer 2. Auch hier gibt es nach wie vor ein starkes monatliches Wachstum (+10%), was durch die sehr tiefe Penetration im Südwesten der Republik (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sowie entsprechende Potentiale im Norden und Osten gefördert wird. Allerdings sind hier die Seitenabrufe und absoluten Zugriffe rückläufig, was kein schlechtes Zeichen sein muss, in der Regel aber eines ist. Mit 6,7 Millionen Nutzern schafft wkw es immerhin ebenfalls die einzelnen VZ-Netzwerke klar hinter sich zu lassen. Zu vermuten ist, dass hier andere soziale Schichten agieren als in Facebook und StudiVZ, wo derzeit noch starke Strukturen aus Studenten und Gymnasiasten zu orten sind. Damit könnt sich wkw dauerhaft gegen Konkurrent Facebook (und die VZ-Portale sowieso) wehren und seinen Marktanteil halten.
Nummer 3 ist die Schulfreunde-Plattform stayfriends.de, die allerdings deutlich gegenüber dem Vormonat verliert und auch 5,6 Millionen Nutzer kommt. Damit scheint die Spitze mit 6 Millionen Nutzern im Monat Dezember tatsächlich Gründe in einem Marketing-Push gehabt zu haben. Hier sind Seitenabrufe und absolute Zugriffe ebenfalls rückläufig, so dass die weitere Entwicklung der Plattform kritisch zu betrachten ist.
Gleichauf mit dem Platz 3 liegt schuelerVZ.net, das zumindest seine Nutzerzahlen konstant bei 5,6 Millionen halten kann. Alle anderen Werte zeigen nach unten. Interessant ist lediglich die hohe Anzahl von weiblichen Nutzern, die mit ca. 60% deutlich über dem Schnitt der anderen Plattformen liegt .
Übel wird es auf Platz 5, wo der einstige Star der Communities, studiVZ.net 10% gegenüber dem Dezember an Nutzerzahlen verliert und nur noch 5 Millionen Nutzer erreicht. Starke Einbrüche bei den Seitenabrufen (- 30%) lassen vermuten, dass Konkurrent Facebook hier bei Fremd gehenden Nutzern aus dem Vollen schöpft. Die schlechte PR der letzten Monate tut wahrscheinlich ihr übriges, so dass wirklich offen ist, welche Rettungsmaßnahmen sich die Nachfolger von Markus Berger-de Leon wohl einfallen lassen werden.
Stagniert wird bei meinVZ.net und mySpace.com, die beide 3,8 Millionen Nutzer erreichen. Während Schwindsucht-Patient MySpace immerhin die weltweiten Seitenabrufe wieder etwas ausbauen kann, gehts bei MeinVZ analog zu den beiden Schwesterportalen auch hier abwärts.
Freude dürfte es beim Business-Netzwerk XING.com geben. Nicht nur, dass Mitte Februar eine intensive Marketing-Kampagne für neue Kunden sorgen soll – auch bereits im Januar konnte wieder ein Wachstum um die 10% und damit erstmals auf über 3 Millionen Nutzer verbucht werden. Um so beruhigender da Konkurrent linkedIn.com in Deutschland weiter bei 800.000 Nutzern stagniert, auch wenn die weltweite Basis deutlich ausgebaut werden konnte (von 38 auf 42 Millionen Nutzer).
Nachrichtendienst twitter.com schafft in Deutschland auch endlich mal wieder einen Sprung von 20% auf 2,9 Millionen Nutzer, was relativ gesehen sogar mehr ist als im weltweiten Vergleich (von 74 auf 82 Millionen). In Deutschland lassen die Seitenabrufe und absoluten Besuche etwas nach, international gehts aber aufwärts. Angesichts neuer Hypes (einer davon ist der Lokalisierungs-Dienst foursquare.de, der weltweit bereits 1,2 Millionen Nutzer hat), bleibt abzuwarten, wie es hier strategisch weiter geht.
Alle Werte der Analyse, die auf Daten von Google basieren, gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.
Ortsbezogene Online-Dienste sind da!
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. Februar 2010
Die Etablierung sogenannter Location-based-Services (LBS) ist seit über 10 Jahren das Ziel der Kommunikations- und Online-Industrie. Doch selbst der Mobilfunk-Boom konnte der Nutzung standortabhängiger Angebote keine echte Basis bieten.
Mit dem Trend zum mobilen Internet (inkl. entsprechender Geräte – zunehmend auch mit GPS) und der Nutzung Sozialer Netzwerke hingegen bahnt sich jetzt die Massennutzung ortsbezogener Online-Dienste an.
Zentraler Treiber ist dabei die soziale Interaktion. Denn gegenüber dem Einsatz von klassischen LBS-Diensten kommen hier die Inhalte von den Nutzern selbst und bieten diesen direkten Austausch mit ihrem regionalen und sozialen Umfeld.
Twitter sowie Facebook beispielsweise bereiten derzeit die Lokalisierung von Informationen auf ihren Plattformen vor und Google investiert in seinen eigenen Dienst Latitude. Wegweisend sind aber Start-Up´s wie foursquare.com, denen offensichtlich die richtige Kombination von Networking, (Echtzeit-) Lokalisierung, Privatsphäre und Marketing gelingt.
Offen ist, ob eine Plattform wie foursquare oder etablierte Netzwerke mit vorhandener Nutzerstruktur die Führung in diesem Markt übernehmen werden. Interessant sind die dahinter liegenden Geschäftsmodelle in jedem Fall – und übrigens auch ein wichtiger Marketingkanal für stationäre Anbieter wie Gastronomie und Einzelhandel.
Google Latitude:
http://www.google.com/latitude
Twitter Geotagging:
http://help.twitter.com/forums/10711/entries/78525-geotagging-on-twitter
foursquare:
http://www.foursquare.com
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im Dezember
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 19. Januar 2010
Die leichte Delle bei der Nutzung Sozialer Netzwerke aus dem November hat sich im Dezember etwas ausgeglichen, die grundsätzlichen Trends setzen sich aber weiterhin fort:
Marktführer Facebook hat die ungewohnte Phase der Stagnation überwunden und schwingt sich auf 11 Millionen einzeln gezählte Nutzer in Deutschland (+10% gegenüber dem Vormonat).
Die VZ-Gruppe schaffte eine leichte Erholung und kommt nach Monaten erstmals wieder auf ein kleines Plus von knapp 3% (15,3 zu 14,9 Millionen Nutzern). Insgesamt dürfte es in 2010 aber wohl leider weiter abwärts gehen.
Wer-kennt-wen stagniert bei 6,1 Mio. Nutzern - ebenso wie Twitter, dessen Nutzerzahlen seit Monaten bei 2,4 Mio. festgenagelt scheinen. MySpace rutscht weiter ab auf 3,8 Mio. Nutzer und kommt somit der Bedeutungslosigkeit einen weiteren Schritt entgegen.
Völlig gegen diese Trends läuft nur stayfriends mit einem Anstieg von 17%, was diese Plattform gemeinsam mit Wer-kennt-wen nun nach Facebook zur Nummer 2 in Deutschland macht…
Bei den Business-Netzwerken dümpelt LinkedIn mit 0,8 Millionen Nutzern weiter vor sich hin, während XING (u.a. ausgelöst durch recht intensive Online-Kampagnen) 12% auf 2,9 Millionen Nutzer zulegt.
Hinweis: Alle dargestellten Daten entstammen internen Analysen von Google. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer dürfte für alle Plattformen proportional geringer sein, da Zugriffe von verschiedenen Orten (Büro / Heim-PC) durch identische Nutzer ggf. doppelt gezählt werden.
Unternehmen benötigen Social Web Policy
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 7. Januar 2010
Deutsche Firmen unterschätzen die Notwendigkeit, ihre Mitarbeiter mittels konkreter Richtlinien für die Nutzung Sozialer Netzwerke (Social Web Policy) zu sensibilisieren. Meist wird erst dann (und mit für beide Seiten unerfreulichen Sanktionen) reagiert, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist. In der Regel werden negative Fälle durch die geschädigte Unternehmung aber tatsächlich erst gar nicht registriert.
Akuter Handlungsbedarf besteht für Firmen derzeit in drei Feldern:
1. Nutzung Sozialer Netzwerke während der Arbeitszeit
Viele Unternehmen haben auch im Jahr 2010 die private Internet-Nutzung für ihre Mitarbeiter immer noch nicht verbindlich reglementiert. Das weite Feld der Sozialen Netzwerke und ihrer Potentiale verschärft dieses Thema dabei noch extrem. Diese neue Generation der Internet-Nutzung bietet fast unüberschaubare Risiken in der Vernichtung von Arbeitszeit, dem Angriff von Externen auf Unternehmensdaten und -Sicherheit sowie weit reichende Haftungsfragen.
2. Weitergabe von Informationen und persönlichen Kommentaren
Das Internet vergisst nichts – diese alte Regel ist den meisten Nutzer offensichtlich immer noch nicht geläufig. Jede noch so banale oder unbedachte Äußerung kann schneller durch Dritte gefunden werden, als dem Verfasser oft klar ist. Ganz besonders gilt dies, wenn im direkten Umfeld ein Personen- oder Firmenname genannt wird. Negative Äußerungen oder Weitergabe vertraulicher Details über Vorgesetzte, Kunden oder Unternehmen durch Mitarbeiter sind an der Tagesordnung und stehen – obwohl meist nur für einen kleinen Kreis von engen Freunden gedacht – meist der ganzen Internet-Gemeinde zur Einsicht bereit.
3. Preisgabe von Unternehmensstrukturen
Wie einfach es ist, aus einer kleineren Menge von Einzel-Profilen Rückschlüsse auf die Strukturen von Unternehmen zu schließen, ist fast keinem Unternehmen richtig klar. Netzwerke wie XING bieten die Aggregation der Unternehmensinformationen aus den Profilen einzelner Mitarbeiter sogar als Funktion an. So werden ganze Vertriebsstrukturen, durchschnittliche Altersstrukturen oder Ausbildungsniveaus für Wettbewerber und Kunden plötzlich vollkommen transparent.
Abhilfe schafft ausschließlich die Verabschiedung einer konkreten Social Web Policy, deren Ziel es nicht ist, die Mitarbeiter zu gängeln oder von der Nutzung Sozialer Netzwerke auszuschließen, sondern sie über die oft nur vermeintliche Sicherheit ihrer Kommunikation zu informieren und ihnen die Konsequenzen Ihrer Aktivitäten für sich selbst und das Unternehmen näher zu bringen.
Was kommt 2010 in den Sozialen Netzwerken?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. Januar 2010
Das Jahr 2010 wird vornehmlich die Entwicklungen des Vorjahres in Sozialen Netzwerken konsequent aufgreifen, weiterführen und sie für eine immer breitere Masse nutzbar machen.
Facebook wird seine Vormachtsstellung weiter ausbauen und auf Grund seiner flexiblen Ausrichtung für einige Überraschungen gut sein. Gründer Mark Zuckerberg muss beweisen, dass es ihm gelingt, seine Plattform zu einem kommerziellen Erfolg zu machen. Erfolgt dies in den kommenden Monaten, dürfte er die Erfolgsgeschichte von Google langfristig vielleicht sogar in den Schatten stellen können. Im Fokus der Entwicklung 2010 stehen immer weitergehende Marketing-Funktionen, ein schon länger diskutiertes eigenes Bezahlsystem sowie die immer professionellere Nutzung der offenen Schnittstellen.
Der Suchmaschinen-Gigant Google hingegen hat in 2009 einige atemberaubende Dienste entwickelt, die in 2010 zu Killerapplikationen werden könnten – wenn das Unternehmen den öffentlichen Druck Stand halten kann, den die Einführung dieser Dienste auslösen könnte. Neben Streetview (bei dessen Diskussion fast immer übersehen wird, dass es hier um viel mehr geht als das Fotografieren von Straßenzügen) und der Digitalisierung urheberrechtlich geschützter Bibliotheksbestände kommen Angebote aus den Google Labs, deren Veröffentlichung teils Google sogar zu heiß ist. Insbesondere Dienste im Bereich Lokalisierung (bei iPhones und PDA´s mit GPS sogar metergenau) und Websuche (mit automatischem Bildabgleich, der für eine beliebige Vorlage identische Bilder und Informationen dazu auswirft) versprechen Dienstleistungen, die weit über heute genutzte Ansätze hinausgehen und zusätzlich Google interessante Einnahmequellen versprechen.
Shooting-Star Twitter muß 2010 beweisen, dass er kein One-Hit-Wonder ist. Stratgegische Kooperationen (wie die mit StudiVZ, LinkedIn oder zuletzt Google und Microsoft), die intelligente Einführung kommerzieller Tools und Marketing-Möglichkeiten sowie neuer Features (z.B. lokaler Gruppierungen) können der Wegbereiter in die Champions League des Internets sein.
Das restliche Feld wird wohl derzeit noch eher unbekannten Newcomern gehören. Soziale Netzwerke wie MySpace, LinkedIn oder deren deutschen Verwandten StudiVZ, XING und wer-kennt-wen.de haben 2009 kaum gezeigt, dass sie die Kraft zu tatsächlich revolutionären Entwicklungen besitzen.
Wer also wissen will, was ihn 2010 erwartet, muss eigentlich nur die tatsächlichen Innovationen in 2009 erkennen – auf Grund des immer mehr zunehmenden PR-Gewitters einer Unmenge von Anbietern keine einfache Aufgabe…
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im November
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. Dezember 2009
Nach dem die Monate September und Oktober bei den Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke in Deutschland eine äußerst deutliche Sprache gesprochen hatten, relativieren sich die Trends im November ein wenig. Verlierer ist aber weiterhin die VZ-Gruppe, die von 16,5 Millionen Nutzern auf den Portalen schuelerVZ, studiVZ und meinVZ im Oktober nun mit zunehmender Geschwindigkeit auf nur noch 14,9 Millionen Nutzer zurückgeht.
Klassen-Primus Facebook kommt allerdings nun auch erstmals in Straucheln und stagniert in Deutschland bei ziemlich genau 10 Millionen Nutzern. Weltweit geht es sogar von 410 auf 400 Millionen Nutzern leicht bergab. Vergleicht man die Nutzer- und Einwohnerzahlen Deutschlands mit anderen europäischen Ländern, gibt es hier eigentlich noch sehr viel Potential. Trotzdem scheint die Wachstumsstory vorerst aber einmal gebrochen.
Interessant ist, dass die nationalen Portale wer-kennt-wen (6,2 Mio) und stayfriends (5,2 Mio.) massiv Nutzer dazu gewinnen können. Bei letzterem sogar so deutlich, dass offen bleibt, ob hier eine intensive Marketingkampagne, die Rückgewinnung von Karteileichen oder sonstige Effekte dahinter stehen. wer-kennt-wen überholt damit erstmals sowohl studiVZ und schuelerVZ und wird nach Facebook zur Nummer 2 im deutschen Markt.
Im Business-Segment stagniert XING im deutschen Markt weiterhin bei 2,6 Millionen Nutzern, kann in den europäischen Ländern aber leicht dazu gewinnen. LinkedIn wächst dagegen in Deutschland weiterhin auf sehr niedrigem Niveau (von 0,6 auf 0,8 Millionen Nutzer).
Verluste muss auch die Nachrichten-Plattform Twitter vermelden. In Deutschland geht es um ca. 10% zurück auf 2,4 Millionen Nutzern, weltweit stagniert “the next big thing” bei 66 Millionen Usern.
Facebook mit 10 Millionen Nutzern in Deutschland
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 17. November 2009
Erstmals durchbricht ein Soziales Netzwerk im deutschen Internet die Marke von 10 Millionen aktiven Nutzern pro Monat.
Schon seit Mitte des Jahres war klar abzusehen, dass der weltweite Marktführer Facebook (weltweit über 400 Millionen Nutzer pro Monat) diesen Wert mittelfristig erreichen würde. Experten hatten den Zeitpunkt in einem größtenteils verteilten und hart umkämpften Markt aber eher für Mitte 2010 erwartet. Die zugrunde liegenden Werte stammen aus der Mediaplanung von Google und repräsentieren eindeutig einzelne Nutzer, die innerhalb eines Monats auf die verschiedenen Portale zugreifen.
Michael Radomski, Geschäftsführer der auf Soziale Netzwerke spezialisierten Online-Agentur COMPASS HEADING GmbH sieht die Gründe für das enorme Wachstum vor allen in der deutschen Wettbewerbssituation: „Die vom deutschen Medienkonzern Holtzbrinck geführte VZ-Gruppe mit den Portalen SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ verliert derzeit massiv Nutzer an den amerikanischen Konkurrenten. Während Facebook seit Mitte des Jahres etwa 3 Millionen zusätzliche Nutzer gewinnen konnte, hat Haupt-Konkurrent StudiVZ etwa 800.000 Nutzer verloren. Der etwas größere Bruder SchülerVZ verliert im gleichen Zeitraum sogar 1,2 Millionen Nutzer, während MeinVZ dauerhaft stagniert. Insgesamt kommt die VZ-Gruppe zwar noch auf 16,5 Millionen Nutzer, hat auf Grund von negativen Schlagzeilen und der engen Zielgruppen bei SchülerVZ und StudiVZ kein nachhaltiges Wachstumspotential mehr.“
Auch die anderen Sozialen Netzwerke, die Nutzer im privaten Bereich ansprechen, z.B. MySpace, Wer-kennt-Wen oder Stayfriends.de verlieren an Boden. Facebook ist damit in Deutschland eindeutig die führende Plattform, was durch extrem flexible und innovative technische Strukturen und Features noch verstärkt wird.
Analyse der Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 2. November 2009
Wie schon für den Juni 2009 hat die COMPASS HEADING GmbH für den September 2009 objektive Nutzerzahlen der deutschen Sozialen Netzwerke auf Basis interner Daten von Google zusammengestellt.
War in den vergangenen Monaten bereits ein Trend zur Konsolidierung der Nutzerzahlen in den führenden deutschen Sozialen Netzwerken zu erkennen, so hat sich dieser Trend im Sommer sogar hin zu den ersten Verlusten entwickelt.
Einzig Facebook entwickelt seine Nutzerzahlen signifikant positiv und befindet sich weiterhin auf dem sicheren Weg zum ersten Einzel-Portal, das in Deutschland 10 Millionen Nutzer erreichen wird. Dieser Zuwachs erfolgt im wesentlichen zu Lasten der Portale StudiVZ und SchülerVZ, was nicht zuletzt den Führungsanspruch des globalen Marktführers bei Benutzerfreundlichkeit und Innovation belegt.
Die VZ-Gruppe stagniert nun selbst bei MeinVZ, das im Gegensatz zu den beiden anderen Diensten keine im Alter bzw. Lebensphase begrenzte Zielgruppe besitzt, und verliert dadurch dessen frühere Kompensationspotentiale für die Verluste der anderen beiden Dienste. Im Vergleich zu Juni 2009 verliert die Gruppe etwa 1,3 Millionen Nutzer und erreicht jetzt etwa 17,1 Millionen Menschen.
Auch alle anderen Sozialen Netzwerke verlieren durchweg je grob 10% ihrer Nutzer, was sicherlich kein reiner saisonaler Effekt ist sondern das Ende der Wachstumskurve und ein Zeichen des härter werdenden Marktes.
Gewinnen können noch Twitter sowie als Business-Netzwerke XING und dessen international weiterhin stark wachsender Rivale LinkedIn, der aber mit 0,6 Mio. Nutzer national keine echte Rolle spielt.
Die vollständige Analyse kann als PDF unter kontakt@compass-heading.de angefordert werden.




