Eines der ersten wirklich globalen Sozialen Netzwerke, MySpace, verliert mit immer größerer Geschwindigkeit an Boden. Als praktisch einziger Anbieter für Privatanwender hatte MySpace es zwar geschafft, schwarze Zahlen zu schreiben, den Anschluss an die auf Nachrichtenaustausch und Vernetzung setzenden Konkurrenten aber zunehmend verloren.
Zuletzt hatte Wettbewerber Facebook den Dienst bei den weltweiten Nutzerzahlen in Höhe von grob 200 Millionen hinter sich gelassen und Werbepartner Google auf Grund schlechter Kennzahlen den hochdotierten Kooperationsvertrag in Frage gestellt.
Ausschlaggebend für die jetzt schon fast als Niedergang zu bezeichnenden Ergebniseinbrüche und eine Entlassungswelle von 2/3 der weltweit über 1.000 Mitarbeiter ist aber de facto das überholte Produktangebot, das den Nutzern lediglich die Ablage und Veröffentlichung privater Informationen, Fotos und Videos ermöglichte. Innovative und vor allem interaktive Elemente fehlten zuletzt weitgehend, was Dienste wie Twitter oder Facebook für die immer schneller ziehende Karawane der Nutzer attraktiver macht.

