Das das Soziale Netzwerk Facebook tiefrote Zahlen schreibt, ist kein Geheimnis. Als unangefochtener Marktführer, der sogar erst kürzlich das - für die Branche ungewöhnlich - schwarze Zahlen schreibende MySpace hinter sicht gelassen hat, scheint ein langer Atem der beste Weg zum ganz großen Erfolg.
Addiert man allerdings – so wie diverse Technologieblogs es mit gemeinsamen Ergebnis tun – die Investments und Kosten der Plattform, kommen gigantische Werte zusammen, die auch die hunderte von Millionen Dollar von Seiten Microsoft und zuletzt russischer Fonds schnell schmelzen lassen dürften.
Je 1 Mio. Neukunden (und die kommen derzeit locker alle paar Tage bei Facebook dazu!) dürften Investments von 1 Mio. Dollar in Hardware nötig sein. Laufende Kosten für die gigantischen Rechenzentren noch gar nicht betrachtet. Da schmilzt auch die gigantische Summe von 200 Millionen Dollar aus Russland (weitere 100 Millionen sollen zur Personalbindung genutzt werden) in ein paar Monanten wie der sprichwörtliche Schnee in der Frühlingssonne.
Der Rücktritt von Finanzvorstand Guideon Yu im Frühjahr scheint hinsichtlich dieser Zahlen fast verständlich. Die in der Amtszeit des CFO beschafften 500 Mio. Dollar dürften hinsichtlich der enormen Investitions- und Betriebskosten lediglich ein Zwischenziel darstellen…

