Archiv für Kategorie Soziale Netzwerke
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Juli 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 12. August 2010
Die Nutzerzahlen der Sozialer Netzwerke in Deutschland sind im ersten Halbjahr 2010 ziemlich zur Ruhe gekommen. Nur ein Portal – man ahnt es schon – baut seine Reichweite ständig aus: FACEBOOK.
Die Anzahl der einzelnen Nutzer im Monat Juli , die eines der 10 wichtigsten lokalen Sozialen Netzwerke aufgerufen haben (dazu gehören auch Zugriffe von Personen, die kein eigenes Profil in einem Sozialen Netzwerk haben, sondern sich dort z.B. öffentliche Inhalte Dritte ansehen), lag – inkl. Mehrfachnutzung – bei knapp 52 Millionen. Im Vergleich dazu waren es im Januar 2010 bereits auch schon über 50 Millionen. Der Markt stagniert und bietet fast ausschließlich Anteilsverschiebung sowie stärkere Mehrfachnutzung von unterschiedlichen Portalen. Von letzterem profitiert im wesentlichen wiederum FACEBOOK, was mittel- und langfristig aber zum Verlust von Marktanteilen bei den großen deutschen Netzwerken wie StudiVZ führen wird – die wenigsten Nutzer wollen ihre Online-Zeit parallel in mehreren Netzwerken verbringen.
Im Vergleich zum Juni bleiben im Juli fast alle Netzwerke auf gleichen Niveau (wer-kennt-wen und MeinVZ verlieren jeweils knapp 100.000 Nutzer, Twitter gewinnt überraschend 200.000 Nutzer dazu). Nur FACEBOOK schafft es einmal mehr, 2 Millionen (!) weitere Nutzer zu aktivieren und erreicht damit 18 Millionen deutsche Nutzer (+ 12,5% gegenüber dem Vormonat).
FACEBOOK ändert die Benennung von Unternehmensseiten
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 12. Juli 2010
Das Soziale Netzwerk FACEBOOK wird kurzfristig die Regeln für die Benennung von Unternehmensseiten ändern. Unternehmen und Organisationen, die eine eigene Seite auf FACEBOOK besitzen, müssen daher damit rechnen noch in dieser Woche ungefragt eine veränderte Bezeichnung zu erhalten.
Im Fokus steht vor allem die Nutzung von Großschreibung, Symbolen, Satzzeichen und Attributen, die stark eingeschränkt werden soll. Bei weitgehend oder durchweg in Großschreibung gehaltenen Seitennamen wird die Groß-/Kleinschreibung geändert, so dass nur noch der erste Buchstabe großgeschrieben wird. Damit wird aus der Schreibweise “COMPASS HEADING” beispielsweise zwangsweise “Compass Heading”. Grundsätzlich Wegfallen sollen Ausrufezeichen, Sterne und ähnliche Symbole, insbesondere bei wiederholter Nutzung in einem Namen. Zusätzliche Spitzenbehauptungen, Slogans oder Bezeichnungen wie „größter“, “offiziell” und “nur hier!” werden ebenfalls gelöscht werden.
Neben dem Unternehmens- oder Produktnamen sollen ab kommender Woche dann nur noch separate Kampagnennamen oder der zusätzliche Hinweis auf die regional Herkunft einer Seite wie “Deutschland” oder “Berlin” zulässig sein.
“Auf die Findbarkeit von Unternehmensseiten hat diese Änderung einen weitgehend positiven Effekt, auch die bestehenden Verbindungen von Nutzern zu den Seiten werden nicht betroffen sein”, fasst Michael Radomski, Geschäftsführer der Digital-Agentur COMPASS HEADING GmbH die Umstellung zusammen. “Für Unternehmen, die individuelle Schreibweisen in ihrer Seitenbezeichnung verwenden, kann der 15. Juli 2010 aber einige Überraschungen bringen. Wir raten den Verantwortlichen für solche Seiten, sich sehr kurzfristig mit dieser Änderung auseinander zu setzen.”
Wie FACEBOOK die angekündigten Änderungen praktisch umsetzt, ist noch nicht ganz klar. Es handelt sich aber um eine weltweite Änderung der zulässigen Bezeichnung von Seiten, auf die FACEBOOK derzeit ausgewählte Partner vorbereitet.
Webinar für Lokalisierungsdienst FOURSQUARE
Verfasst von COMPASS HEADING unter Compass Heading Produkte, Soziale Netzwerke am 24. Juni 2010
Die COMPASS HEADING GmbH bietet ab sofort Online-Seminare – sogenannte Webinare – zur Nutzung von Sozialen Netzen für Online-Marketing. Auf Basis fortgeschrittener Übertragungstechniken können interessierte Marketing-Verantwortliche aus Unternehmen und Agenturen im Internet bei einer Live-Demonstration die Potentiale verschiedener Plattformen und ihrer Funktionen kennen lernen.
Aktuell steht das amerikanische Startup FOURSQUARE im Fokus, dessen Mitgliederzahl weltweit – und auch in Deutschland –rasant steigt. FOURSQUARE bietet dem Nutzer die Chance, Informationen anhand von geografischen Koordinaten (z.B. Restaurants, Sehenswürdigkeiten) auszutauschen sowie den eigenen Standort oder den von Freunden anzeigen zu lassen. Für Unternehmen ergeben sich daraus ganz neue Möglichkeiten, Kunden auf ihre Einrichtungen sowie deren Angebote aufmerksam zu machen.
Mit Diensten wie FOURSQUARE oder der deutsche Wettbewerber FRIENDTICKER erhalten die Sozialen Netzwerke eine weitere – in diesem Fall räumliche – Dimension, die durch die breite Nutzung von mobilen Endgeräten mit Datenzugang noch verstärkt wird. Besonders interessant werden diese Dienste auch durch ihre Integration in die ganz großen Netzwerke wie Facebook oder Twitter. – Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH
Mit einem zweistündigen Webinar zu FOURSQUARE zum Preis von 39,95 Euro (zzgl. MwSt.) erhalten Verantwortliche aus dem Online-Marketing alle Informationen, die sie zum Verständnis und zur Planung von Lokalisierungsdiensten für ihre Marke und ihre Produkte benötigen. Das nächste Webinar findet am Donnerstag, dem 01. Juli 2010 um 14.15 Uhr statt. Informationen gibt es unter foursquare4business.de
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im April 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 8. Mai 2010
Es gibt aktuelle Zahlen – aber sie berichten lediglich das, was sich schon seit etwa einem halben Jahr monatlich bestätigt:
Die Nutzerzahlen (einzelne Besucher auf der jeweiligen Seite pro Monat, was auch Aufrufe ohne eigenes Profil beinhaltet) von Facebook steigen in Deutschland von Februar auf April um über 20% von 13 auf 16 Millionen Nutzer. Weltweit stagniert dieser Wert allerdings bei 490 Millionen.
Die deutsche Nummer 2 wer-kennt-wen verliert einmal mehr 10% und landet bei 6,1 Millionen Nutzern.
Stayfriends dagegen schafft es (vermutlich auf Basis von diversen Marketingaktivitäten) 10% zu wachsen (5,6 Millionen Nutzer).
Die VZ-Netzwerke erreichen zusammen nur noch 13,8 Millionen und sind damit jetzt eindeutig hinter Facebook angelangt. Bei den Einzelwerten stagniert SchuelerVZ bei 5,1 Millionen Nutzern und StudiVZ verliert 100.000 Nutzer auf 4,6 Millionen. Lediglich MeinVZ schafft es erstmals seit einigen Monaten die 3,8 Millionen Nutzer um 300.000 Nutzer zu erhöhen. Der Grund dafür ist wahrscheinlich ebenfalls in Marketingaktivitäten zu finden.
Keine Bewegung gibt es bei XING (3,1 Millionen Nutzer). Interessant ist aber dasLinkedIn von seiner schwachen Basis sogar 100.000 Nutzer verliert und nur noch 700.000 Deutsche erreicht. Global geht es für den B2B-Marktführer ebenfalls von 41 auf 38 Millionen Nutzer zurück.
Nachrichtendienst Twitter verliert in Deutschland 100.000 Nutzer und erreicht nur noch 2,8 Millionen. Global geht es aber um 10% aufwärts (von 80 auf 88 Millionen).
Der oft diskutierte Lokalisierungsdienst Foursquare.com erreicht in Deutschland 100.000 Nutzer (weltweit 2,6 Millionen, eine Verdoppelung seit Januar) und kann sich damit hier vorerst noch nicht behaupten.
Facebook, das neue Google?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 26. April 2010
[Gastbeitrag: 22.04.10, Michaela Schröter, personalmarketingblog.de]
Abermals bringt sich Facebook mit Neuerungen ins Gespräch. Beispielsweise gibt es jetzt keine Fanpages mehr, sondern “nur” noch Seiten, die Leute mögen. So weit so gut.
Auf der Facebook-Entwicklerkonferenz f8 in San Francisco stellte Mark Zuckerberg am Mittwoch weitere Neuerungen unter dem Schlagwort “social plugins” vor. Insbesondere die Integration einer Schnittstelle, die es Websites ermöglicht, mit Facebook zu connecten, erscheint interessant: Künftig kann der Like-Button in externe Websites integriert werden.
Die neue Funktion soll nun nicht mehr nur die derzeit weltweit circa 400 Millionen User vernetzen, sondern gleich das gesamte Netz. Die “Like-Buttons” beziehungsweise “Gefällt mir-Buttons” können via “social plug-in” in externe Websites integriert werden. Wie das aussieht, kann man beispielsweise bei CNN schon anschauen.
Facebook zeigt in einem kleinen Showcase ebenfalls wie die Integration aussehen könnte.
Ist der Facebook-Daumen also in die Website integriert, tut der Leser per Mausklick kund, dass ihm ein Beitrag gefällt. So sehen die Leser dieser Website zum einen, wie viele Personen einzelne Beiträge mögen, und zum anderen erscheint eine Meldung im Profil der jeweiligen Person.
In Punkto Sicherheit wird die Neuerung allerdings Datenschützer auf den Plan rufen. Denn bevor mancher User sich Gedanken über die Folgen gemacht hat, ist der like-Button schon angeklickt und die Informationen sind gespeichert. Personalisierte Werbung wird immer einfacher. Während bei Google die Informationen anonym erfasst wird (abgesehen von der Erfassung der IP-Adresse), sind die bei Facebook hinterlegten Daten personalisiert. Das Unternehmen kann in Zukunft also genaue Profile dessen erstellen, was die User mögen. Dies könnte für unbedarfte Nutzer zum Problem werden. Schöne neue Facebook-Welt.
Facebook vs. Google
Nicht zuletzt durch die Integration von Facebook in externe Websites nimmt Facebook anscheinend endgültig die Übernahme der Weltherrschaft von Google in Angriff .
Facebook bewegt sich weg vom bloßen Sozialen Netzwerk, hin zum zentralen Lenker im Netz. Während bis dato Google der zentrale Anlaufpunkt war, könnte sich dies künftig ändern. Die ständig wachsende Anzahl der Nutzer bietet großes Potential. Denn Kommunikation bei Facebook ist schnell, unzensiert und unkompliziert. Auch außerhalb des Netzwerks ist diese Art der Interaktion nun möglich, wenn User im gesamten Netz Websites bewerten und so zur Meinungsbildung beitragen. Gefällt den Freunden ein Beitrag, wird man automatisch darauf aufmerksam gemacht. Eventuell bevor man selbst bei Google danach sucht.
Nutzen für das Personalmarketing
Eine Funktion also, die auch für Karrierewebsites oder -blogs genutzt werden kann. So lesen die Besucher einen Beitrag nicht mehr unbemerkt, sondern können dies bei Gefallen gleich ihrem gesamten Freundes-Netzwerk mitteilen. Ich denke, dass sich hieraus neue Optionen für die Gestaltung von Websites bieten. Vorausgesetzt, dass dort auch kommuniziert wird. Für statische Seiten, die nicht mit Neuerungen gefüttert werden, dürfte der Effekt wohl schnell abgenutzt sei. Dennoch lohnt es sich über die Einbindung des Buttons nachzudenken.
Also: Thumb up!
Wo sind Ihre Online-Kunden eigentlich gerade?
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 26. März 2010
Aktuelle Nutzerzahlen bei Sozialen Netzwerken
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. März 2010
Brandaktuell stehen die unabhängig ermittelten Zugriffszahlen für den Monat Februar zur Verfügung (Quelle: Google Inc.). Auch wenn diese Daten nur theoretisch „einzelne Benutzer“ („unique Visitors“) messen, da in einem gewissen Umfang Suchmaschinenzugriffe, Doppelzählungen durch Zugriffe von verschiedenen Rechnern durch dieselbe Person sowie rein lesende Zugriffe auf ein Portal (ohne das Bestehen eines Nutzerprofils) berücksichtigt werden, stellt diese Datenbasis definitiv die aktuellste und objektivste Quelle zur Einschätzung der Entwicklung Sozialer Netzwerke dar.

Facebook erreicht in Deutschland mit 13 Millionen Usern über 22% aller Online-Nutzer. Verglichen mit Belgien, Italien oder den USA ist das wenig, diese Länder liegen über 50%. Spitzenreiter sind die Philippinen, auf denen 76% aller Online-User Facebook nutzen. [Eine Vollständige Übersicht steht hier bereit
Die COMPASS HEADING GmbH analysiert seit Mitte 2009 die monatlich erscheinenden Werte und zeichnet damit ein sehr verlässliches Bild über die Trends bei der Nutzung der Plattformen in Deutschland und weltweit. In diesem Monat erscheint zusätzlich erstmals ein internationaler Vergleich der teils spektakulären Online-Reichweite für den Branchenprimus Facebook.
Bei den absoluten Zahlen ändert sich im Februar gegenüber dem Januar bei den meisten Plattformen nur wenig. Grund sind leichte nachträgliche Korrekturen des Januars und der mit 28 Tagen kurze Monatsverlauf im Februar. Facebook stagniert somit scheinbar bei 13 Millionen Nutzern in Deutschland sowie 490 Millionen Nutzern weltweit, was im März aber durch eine deutliche Steigerung wieder ausgeglichen werden dürfte.
Reichweite von Facebook im internationalen Vergleich
Interessant ist, dass Facebook in Deutschland mit diesen Zahlen eine Reichweite von 22% aller Online-Nutzer besitzt. Das hört sich nach viel an, ist im globalen Vergleich (31%) aber noch recht wenig und relativiert sich schlagartig, wenn man sich die große Anzahl von Ländern vor Augen führt, in denen die Reichweite jenseits der 50% Marke liegt. Kein Rechenfehler: Mehr als die Hälfte der Online-Nutzer z.B. in Italien, Belgien, Griechenland oder den USA (hier sind es 130 Millionen Menschen) nutzen Facebook. Dort wo dieser Wert deutlich geringer ist (wie in Deutschland) liegt dies in der Regel am lokalen Markt, der vor dem konsequenten Eintritt Facebooks bereits von anderen Plattformen besetzt wurde. In einer zunehmend globalisierenden Welt scheint es aber nur eine Frage der Zeit, bis Facebook auch in diesen Märkten die 50% Marke erreichen kann.
[Vollständige Übersicht der Reichweite von Facebook im internationalen Vergleich]
wer-kennt-wen
Die lokale Plattform wer-kennt-wen schafft immerhin einen leichten Anstieg um 100.000 Nutzer auf 6,8 Millionen und sichert sich souverän Platz 2 bei den Sozialen Netzwerken in Deutschland.
stayfriends / schuelerVZ
stayfriends lässt mit einem Minus von 10% auf 5,1 Millionen Nutzer aber deutlich Federn und hat damit schon fast 1 Million Nutzer weniger als im Dezember 2009. Analog verhält es sich mit schuelerVZ, wo die Differenz ebenfalls bei knapp minus 10% auf 5,1 Millionen Nutzer liegt und der Rückgang zur traurigen Gewohnheit wird.
studiVZ /meinVZ
Auch das Schwesterportal studiVZ verliert deutlich von 5 Millionen auf 4,7 Millionen Nutzer. Nur das nicht durch seine Zielgruppe im Alter beschränkte meinVZ schafft es zum wiederholten Male seine Zugriffszahlen mit 3,8 Millionen zumindest stabil zu halten.
Gemeinsam kommt das durch den Holtzbrink-Konzern kontrollierte Triumvirat auf 13,6 Millionen Nutzer und liegt damit nur noch hauchdünn vor Facebook. Bei genauerer Analyse der einzelnen Zugriffszahlen kann man aber vermuten, dass Facebook mittlerweile eine größere Reichweite als die drei VZ-Portale zusammen hat. Das sah vor wenigen Monaten noch ganz anders aus!
MySpace
MySpace verliert ebenfalls einmal mehr sehr deutlich und kommt aktuell nur noch auf 3,4 Millionen Nutzer in Deutschland und 80 Millionen Nutzer weltweit (jeweils -10% gegenüber dem Vormonat).
XING / LinkedIn
XING verliert lokal etwa 100.000 Nutzer, hält mit 3,1 Millionen Nutzern aber LinkedIn, das weiterhin bei 800.000 Nutzern auf dem deutschen Markt dümpelt, auf Distanz. International ist für LinkedIn ein leichter Rückgang von 42 auf 41 Millionen Nutzer zu verzeichnen, was seine Begründung aber in den oben genannten Besonderheiten für den Februar hat.
Ähnlich verhält es sich bei Twitter: Stagnation bei 2,9 Millionen Nutzern in Deutschland, der Dienst verliert weltweit aber minimal von 82 auf 80 Millionen.
Alle Werte der Analyse gibt es auf Anfrage unter analysen@compass-heading.de.
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke Januar 2010
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 14. Februar 2010
“Im Social Web nichts Neues” könnte die Überschrift für die Analyse der Nutzerzahlen der wichtigsten deutschen Sozialen Netzwerke im Januar 2010 heißen. Stimmt im Prinzip auch – trotzdem lohnt sich ein etwas tieferer Blick in die Entwicklung der verschiedenen Kennzahlen um Aufschluss über interessante Trends zu erhalten.

Michael Radomski, Geschäftsführer COMPASS HEADING GmbH: "20 Millionen deutsche Nutzer bei Facebook in absehbarer Zeit locker erreichbar."
Los geht es mit dem ganz klaren Champion Facebook.com. 13 Millionen unterschiedliche deutsche Nutzer meldeten sich im Januar auf dessen Seiten an. Selbst wenn diese Zahl nicht zu 100% die tatsächlichen Personen wiedergibt (dies gilt aber für alle anderen Netzwerke proportional ebenso), so stellt dieser Wert einiges dar. Denn die Online-Reichweite in Deutschland liegt mit ca. 21% weit unter dem globalen Wert (31%) und ist z.B. in Frankreich sogar doppelt so hoch wie bei uns. D.h. hier ist noch richtig Luft und die kleine Verschnaufpause beim Nutzerzuwachs im Herbst 2009 ist offensichtlich Makulatur. 20 Millionen deutsche Nutzer scheinen damit zukünftig locker erreichbar, bei Zuwachsraten von 10 – 20% pro Monat sogar in absehbarer Zeit. Die VZ-Gruppe (StudiVZ, SchuelerVZ, MeinVZ – Zahlen siehe unten) wird nicht mehr lange insgesamt mehr Nutzer haben als Facebook. Weltweit werden sogar fast eine halbe Milliarde Nutzer gezählt, was Facebook definitiv zu einem Phänomen macht, dessen Einfluss kaum noch fassbar ist.
Für den deutschen Markt ist das teils regional sehr unterschiedlich ausgeprägte Netzwerk wer-kennt-wen.de die klare Nummer 2. Auch hier gibt es nach wie vor ein starkes monatliches Wachstum (+10%), was durch die sehr tiefe Penetration im Südwesten der Republik (Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg) sowie entsprechende Potentiale im Norden und Osten gefördert wird. Allerdings sind hier die Seitenabrufe und absoluten Zugriffe rückläufig, was kein schlechtes Zeichen sein muss, in der Regel aber eines ist. Mit 6,7 Millionen Nutzern schafft wkw es immerhin ebenfalls die einzelnen VZ-Netzwerke klar hinter sich zu lassen. Zu vermuten ist, dass hier andere soziale Schichten agieren als in Facebook und StudiVZ, wo derzeit noch starke Strukturen aus Studenten und Gymnasiasten zu orten sind. Damit könnt sich wkw dauerhaft gegen Konkurrent Facebook (und die VZ-Portale sowieso) wehren und seinen Marktanteil halten.
Nummer 3 ist die Schulfreunde-Plattform stayfriends.de, die allerdings deutlich gegenüber dem Vormonat verliert und auch 5,6 Millionen Nutzer kommt. Damit scheint die Spitze mit 6 Millionen Nutzern im Monat Dezember tatsächlich Gründe in einem Marketing-Push gehabt zu haben. Hier sind Seitenabrufe und absolute Zugriffe ebenfalls rückläufig, so dass die weitere Entwicklung der Plattform kritisch zu betrachten ist.
Gleichauf mit dem Platz 3 liegt schuelerVZ.net, das zumindest seine Nutzerzahlen konstant bei 5,6 Millionen halten kann. Alle anderen Werte zeigen nach unten. Interessant ist lediglich die hohe Anzahl von weiblichen Nutzern, die mit ca. 60% deutlich über dem Schnitt der anderen Plattformen liegt .
Übel wird es auf Platz 5, wo der einstige Star der Communities, studiVZ.net 10% gegenüber dem Dezember an Nutzerzahlen verliert und nur noch 5 Millionen Nutzer erreicht. Starke Einbrüche bei den Seitenabrufen (- 30%) lassen vermuten, dass Konkurrent Facebook hier bei Fremd gehenden Nutzern aus dem Vollen schöpft. Die schlechte PR der letzten Monate tut wahrscheinlich ihr übriges, so dass wirklich offen ist, welche Rettungsmaßnahmen sich die Nachfolger von Markus Berger-de Leon wohl einfallen lassen werden.
Stagniert wird bei meinVZ.net und mySpace.com, die beide 3,8 Millionen Nutzer erreichen. Während Schwindsucht-Patient MySpace immerhin die weltweiten Seitenabrufe wieder etwas ausbauen kann, gehts bei MeinVZ analog zu den beiden Schwesterportalen auch hier abwärts.
Freude dürfte es beim Business-Netzwerk XING.com geben. Nicht nur, dass Mitte Februar eine intensive Marketing-Kampagne für neue Kunden sorgen soll – auch bereits im Januar konnte wieder ein Wachstum um die 10% und damit erstmals auf über 3 Millionen Nutzer verbucht werden. Um so beruhigender da Konkurrent linkedIn.com in Deutschland weiter bei 800.000 Nutzern stagniert, auch wenn die weltweite Basis deutlich ausgebaut werden konnte (von 38 auf 42 Millionen Nutzer).
Nachrichtendienst twitter.com schafft in Deutschland auch endlich mal wieder einen Sprung von 20% auf 2,9 Millionen Nutzer, was relativ gesehen sogar mehr ist als im weltweiten Vergleich (von 74 auf 82 Millionen). In Deutschland lassen die Seitenabrufe und absoluten Besuche etwas nach, international gehts aber aufwärts. Angesichts neuer Hypes (einer davon ist der Lokalisierungs-Dienst foursquare.de, der weltweit bereits 1,2 Millionen Nutzer hat), bleibt abzuwarten, wie es hier strategisch weiter geht.
Alle Werte der Analyse, die auf Daten von Google basieren, gibt es auf Anfrage unter kontakt@compass-heading.de.
Ortsbezogene Online-Dienste sind da!
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 10. Februar 2010
Die Etablierung sogenannter Location-based-Services (LBS) ist seit über 10 Jahren das Ziel der Kommunikations- und Online-Industrie. Doch selbst der Mobilfunk-Boom konnte der Nutzung standortabhängiger Angebote keine echte Basis bieten.
Mit dem Trend zum mobilen Internet (inkl. entsprechender Geräte – zunehmend auch mit GPS) und der Nutzung Sozialer Netzwerke hingegen bahnt sich jetzt die Massennutzung ortsbezogener Online-Dienste an.
Zentraler Treiber ist dabei die soziale Interaktion. Denn gegenüber dem Einsatz von klassischen LBS-Diensten kommen hier die Inhalte von den Nutzern selbst und bieten diesen direkten Austausch mit ihrem regionalen und sozialen Umfeld.
Twitter sowie Facebook beispielsweise bereiten derzeit die Lokalisierung von Informationen auf ihren Plattformen vor und Google investiert in seinen eigenen Dienst Latitude. Wegweisend sind aber Start-Up´s wie foursquare.com, denen offensichtlich die richtige Kombination von Networking, (Echtzeit-) Lokalisierung, Privatsphäre und Marketing gelingt.
Offen ist, ob eine Plattform wie foursquare oder etablierte Netzwerke mit vorhandener Nutzerstruktur die Führung in diesem Markt übernehmen werden. Interessant sind die dahinter liegenden Geschäftsmodelle in jedem Fall – und übrigens auch ein wichtiger Marketingkanal für stationäre Anbieter wie Gastronomie und Einzelhandel.
Google Latitude:
http://www.google.com/latitude
Twitter Geotagging:
http://help.twitter.com/forums/10711/entries/78525-geotagging-on-twitter
foursquare:
http://www.foursquare.com
Nutzerzahlen Sozialer Netzwerke im Dezember
Verfasst von COMPASS HEADING unter Soziale Netzwerke am 19. Januar 2010
Die leichte Delle bei der Nutzung Sozialer Netzwerke aus dem November hat sich im Dezember etwas ausgeglichen, die grundsätzlichen Trends setzen sich aber weiterhin fort:
Marktführer Facebook hat die ungewohnte Phase der Stagnation überwunden und schwingt sich auf 11 Millionen einzeln gezählte Nutzer in Deutschland (+10% gegenüber dem Vormonat).
Die VZ-Gruppe schaffte eine leichte Erholung und kommt nach Monaten erstmals wieder auf ein kleines Plus von knapp 3% (15,3 zu 14,9 Millionen Nutzern). Insgesamt dürfte es in 2010 aber wohl leider weiter abwärts gehen.
Wer-kennt-wen stagniert bei 6,1 Mio. Nutzern - ebenso wie Twitter, dessen Nutzerzahlen seit Monaten bei 2,4 Mio. festgenagelt scheinen. MySpace rutscht weiter ab auf 3,8 Mio. Nutzer und kommt somit der Bedeutungslosigkeit einen weiteren Schritt entgegen.
Völlig gegen diese Trends läuft nur stayfriends mit einem Anstieg von 17%, was diese Plattform gemeinsam mit Wer-kennt-wen nun nach Facebook zur Nummer 2 in Deutschland macht…
Bei den Business-Netzwerken dümpelt LinkedIn mit 0,8 Millionen Nutzern weiter vor sich hin, während XING (u.a. ausgelöst durch recht intensive Online-Kampagnen) 12% auf 2,9 Millionen Nutzer zulegt.
Hinweis: Alle dargestellten Daten entstammen internen Analysen von Google. Die Anzahl der tatsächlichen Nutzer dürfte für alle Plattformen proportional geringer sein, da Zugriffe von verschiedenen Orten (Büro / Heim-PC) durch identische Nutzer ggf. doppelt gezählt werden.







